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Auktions-Gewinner genossen das Frühstück bei Graf und Gräfin

LEMBECK Brötchen und Butter, Käse und Konfitüre, Kaffee und Kuchen – der ausladende Tisch mit Blick auf die Schloss-Gräfte ist einladend gedeckt. Bitte eintreten und Platz nehmen: Graf und Gräfin Merveldt bitten zum Frühstück.

Neugierig betraten Adrian Werner und Jürgen Fehser in Begleitung seiner Ehefrau Anne das Holzparkett im Merveldtschen Speisezimmer. Die Glückspilze hatten bei unserer Adventsauktion 2008 das gräfliche Frühstück auf Schloss Lembeck ersteigert. Am Mittwoch morgen öffneten sich für das Trio die Privatgemächer des Schlossherren, der in den Gebäuden des ehemaligen, umgebauten Marstalles zu Hause ist.

Vierter im Bunde war Pater Winfried Pauly, der in dieser Runde dankbar und glücklich den Scheck mit unserem Auktionserlös von 2124,50 Euro für sein Hüttenprojekt in Barkenberg entgegennahm: “Das Geld kann ich prima für die Finanzierung einer weiteren Kraft im Anerkennungsjahr gebrauchen”, freut sich der engagierte Streetworker über die Spende, die benachteiligten Jugendlichen in Barkenberg zugute kommt.

Muntere Tischgespräche

“Eigentlich frühstücken wir immer gegen sieben Uhr”, lächeln die perfekten Gastgeber, die aus Rücksicht auf ihre Gäste ausnahmsweise die gewohnte Tischzeit um zwei Stunden nach hinten verschoben. Die Brombeer-Marmelade, von einer Tante der Merveldtschen-Familie selbst eingekocht, auf das gebutterte Brötchen gekleckst – und schon entspann sich ein munteres Tischgespräch, in dem auch manche amüsante Schlossgeschichte serviert wurde.

“Ich habe damals zwei Jahre lang in der Schloss-Diskothek gekellnert”, offenbart Adrian Werner, warum er beim Steigern so hartnäckig alle Mitbewerber aus dem Feld geschlagen hatte. Eine persönliche Beziehung verbindet auch Jürgen Fehser mit dem Lembecker Wasserschloss: “Hinter dem rechten Fenster über dem ersten Torbogen bin ich geboren worden”, erstaunt er selbst den Grafen mit seiner Geschichte: Seine Eltern, Flüchtlinge aus Posen, hatten nach dem Krieg Unterschlupf im Schloss gefunden.

Vater war Gärtner

“Mein Vater hat beim Grafen als Gärtner gearbeitet.” Als sich die Ankunft des Sohnes ankündigte, sei der Vater zwar noch zu Fuß nach Lembeck gelaufen, um eine Hebamme herbeizuholen – zu spät: “Ich war schon da”, kann er sich rühmen, in einem Schloss geboren zu sein. “Manchmal sind seine Manieren immer noch so”, scherzt Ehefrau Anne, während sie vom selbstgemachten Marmorkuchen nascht.

Die Story von der Kriegsgranate, die Jürgen Fehser als ahnungsloser Bube aus dem Schlossteich hievte, um sie dann am Strick über den Hof zu zerren, überraschte Ferdinand Graf Merveldt, der sich seinerseits mit geplauderten Erinnerungen trefflich revanchierte: an großartige Reitturniere und vergangene Schloss-Disco-Zeiten, die abrupt endeten -mit einer derben Schlägerei zwischen britischen Soldaten und der Dorstener Polizei . . .

Quelle: Dorstener Zeitung

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