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Alte Auto-Liebe rostet nicht

LEMBECK Er sieht von vorne aus wie eine E-Lok und wirkt irgendwie knuffig. Der VW-Bulli T1 von 1963. Nicht mit der obligatorischen Schubkarre, sondern mit einer taubenblauen Doppelkabine (kurz: “DoKa”) gründete Josef Elvermann 1968 in Lembeck seinen Betrieb “Elvermann Schaltechnik”.

vwbulli_elvermannDie bis zu 850 Kilo Zuladung belastbare DoKa half ihm entscheidend beim Aufbau seiner Firma von Frankfurt bis zur Nordsee. Im Laufe der Zeit kam ihm die einmalige Kreuzung aus PKW, Gelände- und Pritschenwagen dann leider abhanden.

Zum 40-jährigen Firmenjubiläum ließ sich das Mitarbeiterteam um Dispositionsleiter Ingo Herfurth aber etwas ganz was Besonderes einfallen. Es besorgte einen baugleichen Typ des raren DoKas aus Kalifornien und ließ ihn zum Teil restaurieren. “Damit er wieder genau so aussah, wie Chef´s Bulli von damals.”

Odyssee dauerte zwei Jahre

Das zog nicht nur aufgrund der schwer zu bekommenden Blechteile eine Odyssee von fast zwei Jahren nach sich. So beschreibt Herfurth die Arbeit des Restaurators als “nervige Ansammlung von Pleiten, Pech und Pannen”.

Aber genug des Ärgernisses. Jetzt schmückt die 34-PS-starke DoKa in altem Glanz nicht nur den Fuhrpark von Josef Elvermann, sondern auch so manche Feier und manches Oldtimertreffen im Münsterland und auch in Benelux.

Viele Erinnerungen mit der DoKa verbunden

Der heute 72-jährige Firmengründer gibt seine “Autoliebe” nie wieder her – das ist sicher, wie das Amen in der Kirche. Zu groß sind die Erinnerungen. So fuhr er mit Ehefrau Elisabeth und den drei Kindern mit der DoKa damals nicht nur zu den Baustellen, sondern auch am Wochenende zum Picknicken ins Grüne, Übernachtungen inklusive: “Ein Hotelzimmer war damals zu teuer.”

Heute ist der taubenblaue Bulli für ihn “ein rollendes Stück Zeitgeschichte. Damit ist Deutschland wieder auf die Beine gekommen.” Vielleicht sollten sich manche Banker von heute auch dringend eine DoKa zulegen…

Quelle: Dorstener Zeitung

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