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Die gute Seele aus dem Supermarkt

Nach 45 Berufsjahren im Betrieb der Familie Cosanne geht Irmgard Thiehoff in den wohlverdienten Ruhestand.

Neben einem Blumenstrauß bekam Irmgard Thiehoff zum Abschied von Udo Cosanne auch einen Gutschein für ein Verwöhnwochenende in einem Wellnesshotel für sich und Ehemann Günther überreicht, von den Kolleginnen Blumen und das "Taschengeld" dafür. Foto: WAZ, Lutz von Staegmann
Neben einem Blumenstrauß bekam Irmgard Thiehoff zum Abschied von Udo Cosanne auch einen Gutschein für ein Verwöhnwochenende in einem Wellnesshotel für sich und Ehemann Günther überreicht, von den Kolleginnen Blumen und das “Taschengeld” dafür. Foto: WAZ, Lutz von Staegmann

Lembeck. Alles andere als alltäglich ist heutzutage, wenn ein Betrieb eine Mitarbeiterin nach fast 45 Jahren Tätigkeit in den Ruhestand verabschiedet – so geschehen jetzt bei der Bäckerei Cosanne in Lembeck. Irmgard Thiehoff wird künftig nicht mehr hinter der Ladentheke stehen, sondern ihren wohlverdienten Ruhestand genießen.

Am 1. April 1964 begann sie ihre Ausbildung in der Bäckerei von Ludwig und Anna Cosanne. Die Bäckerei war damals noch ein reiner Familienbetrieb und in Lembeck an der Bahnhofstraße 9 zu Hause. Bäckerei, Lebensmittelgeschäft und Gastwirtschaft waren hier unter einem Dach vereint. Irmgard Thiehoff verkaufte Backwaren und Lebensmittel in dem rund 50 qm großen “Tante Emma Laden”. 1972 baute die Familie Cosanne ein paar Häuser weiter an der Bahnhofstraße 13 neu: Einen Supermarkt mit für die damalige Zeit unglaublichen 540 qm. Irmgard Thiehoff zog mit und begleitete auch spätere Umbaumaßnahmen des Betriebes auf nun 1 200 qm.

Hauptkassiererin wurde Irmgard Thiehoff schließlich, Scannerkassen waren für sie kein Problem. Bei den Mitarbeitern galt sie als “Seele des Betriebs”, beliebt auch bei den Kunden. Drei Generationen Cosanne, von Ludwig und Anna über Ludwig und Ursula bis hin zu Udo Cosanne, hat Irmgard Thiehoff miterlebt. Ihr letzter Chef war nicht einmal geboren, als Irmgard Thiehoff bei Cosanne anfing.

Und weil’s so schön war, kann die frisch gebackene Rentnerin auch künftig nicht vom Laden lassen: stundenweise wird sie weiter arbeiten.

Quelle: WAZ – 09.07.2008

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