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Auch Lembeck ist wieder im Rennen

Bei der Suche nach einem Standort für das Wohnheim für Suchtkranke. LWL hat den Bedarf nachgewiesen.

Lembeck. Die Emotionen gingen wieder hoch, als er der Sozialausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch noch einmal über das Wohnheim für Suchtkranke sprach. Von einem Wahlgeschenk der CDU an die Lembecker (Susanne Fraund, Die Grünen) war da die Rede und von Missachtung des Sozialausschusses (Hans-Udo Schneider, Sprecher der ev. Kirche), als die Ratsmehrheit der CDU vor Monaten entschied, das Wohnheim für Suchtkranke, das der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Dorsten bauen will, soll nicht auf das Gelände des früheren ev. Gemeindehauses in Lembeck.

Man habe abgestimmt, bevor alle Fakten auf dem Tisch lagen, warf Dr. Schneider der CDU am Mittwoch vor und damit signalisiert, die Bürger müssten nur genügend Rabbatz machen und schon stünden die Politiker stramm. Das könne sich nun als Eigentor erweisen, denn der Ratsbeschluss vom Dezember 2007 besagt auch, dass ein anderer geeigneter Standort für ein solches Suchtheim in Dorsten gesucht werden soll, wenn der LWL den Bedarf dafür nachweisen könne.

Und das hat er mittlerweile getan, wie auch CDU-Sprecherin Ursula Jacoby anerkannte die sich zugleich eine “sachliche Diskussion” wünschte. Damit ist auch Lembeck wieder im Rennen, wenn auch nicht mehr das frühere Gemeindehaus. 37 Wohnheimplätze für Alkoholkranke fehlen im Kreis. Ein geeigneter Standort ergebe sich aus dem “Normalitätsprinzip” mit sozialer Anbindung und Grundversorgung. Ob Dorf oder Stadt, sei nicht entscheidend, so der LWL.

Die Verwaltung will sich nun auf die Suche nach einem Standort begeben, so Sozialdezernent Gerhard Baumeister. Er betonte im übrigen, dass man heute genauso weit sei wie vor einem dreiviertel Jahr, läge an Missverständnissen, die zu Lasten des LWL gingen. -U.H.-

Quelle: WAZ – 05.06.2008

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