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Das Salz in der Suppe

Lembeck – Nicht alle Tage bekommt Uhrmachermeister Heinrich Heitmann so ein wertvolles Prachtstück anvertraut wie diese 230 Jahre alte französische Uhr.

In seiner Werkstatt an der Wulfener Straße wird die Uhr derzeit repariert, um in Zukunft wieder ihrem Besitzer zuverlässig die Zeit anzuzeigen.

Durch persönliche Kontakte konnte sich der Lembecker den Auftrag für das mechanische Meisterwerk sichern. Es handelt sich um eine Uhr aus dem Hochburgund, trägt den Namen Burgunder und wird auch „Morbier“ genannt – nach der gleichnamigen Stadt im Jura. „Damals waren die Franzosen führend im Uhrenbau“, weiß Heitmann.

Ein wenig wehmütig wird der Uhrmachermeister bei dem Gedanken, dass die Uhr bald an ihren Besitzer zurückgeht. Denn meist beschäftigt er sich in seinem Geschäft mit Service-Arbeiten: Gehäuse reinigen, Batterien und Bänder wechseln – nicht gerade sehr anspruchsvoll für einen Uhrmacher.

Umbruchphase

Gelernt hat Heinrich Heitmann das Handwerk von seinem Vater, 1986 legte er die Meisterprüfung ab, gerade in der Umbruchphase von Mechanik auf Elektromechanik. Dann folgten die rein elektronischen Uhren. „So eine Uhr zu reparieren, ist sozusagen das Salz in der Suppe. Man kann alles sehen und fühlen“, schwärmt Heitmann. Ungefähr einmal pro Jahr kann sich der Uhrmachermeister über einen solchen Auftrag freuen. Das verarbeitete Material ist so hochwertig, dass die Lebensdauer „im umgekehrten Verhältnis zu denen der heute produzierten Chronographen“ steht. Oder anders ausgedrückt: Sie halten einfach länger. – egg

23. Januar 2008 | Quelle: Dorstener Zeitung

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