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Auf dem letzten Drücker

Lembeck – Schulreform mit Folgen: Weil die Matthäusschule Wulfen keine Neuanmeldungen mehr entgegen nehmen darf, müssen Wulfener Kinder die Hauptschule in Lembeck besuchen. Dies oftmals mit Verspätung.

Schuld daran ist die Busverbindung zwischen Wulfen und Lembeck und zurück. „Was schon jahrelang bei der Verbindung Rhade-Lembeck und zurück beispielhaft praktiziert wurde, nämlich eine sinnvolle Abstimmung zwischen Verkehrsplänen und Schulbeginn bzw. Schulschluss, versagte im Fall Wulfen-Lembeck und zurück auf der ganzen Linie“, beklagt Manfred Born für die 5a der Laurentiusschule das Dilemma der Wulfener Neuschüler. Immerhin 22 Kinder sind von den unzureichenden Verbindungen betroffen. „Morgens verpassen sie den Anschluss nach Lembeck, weil ihr Bus in Wulfen an der Großbaustelle B58 aufgehalten wird“, erzählt Schulleiter Günter Lakenbrink. Und mittags nach Schulschluss müssen sich die Jungen und Mädchen die Zeit um die Ohren schlagen, weil nur ein ÖPNV-Bus jeweils um 18 Minuten nach der vollen Stunde von Lembeck nach Wulfen fährt. Die Stadt kann die Kritik aus Kreisen der Schüler und Eltern nicht ganz nachvollziehen. „Kinder aus Wulfen, die nach Lembeck müssen, können den Bus für Grundschüler mitnutzen“, betont Pressesprecherin Lisa Bauckhorn. Dies sei im Falle der Hauptschüler eine ganz und gar freiwillige Leistung der Stadt. Auf Wunsch der Laurentiusschule fahre der letzte Bus sogar um 16 Uhr in Lembeck ab, um die sichere Heimreise der Wulfener Schüler zu gewährleisten. Dennoch hält die Schule den Transport der Kinder nicht für optimal. „Wir haben die Lehrkräfte nicht und müssen doch einen Raum zur Verfügung stellen, damit die Schüler bis zur Busabfahrt beschäftigt sind, beispielsweise mit ihren Hausaufgaben“, schildert Günter Lakenbrink. Ihm schwant bereits jetzt, dass das Problem sich ausweiten wird. Schließlich ist dies erst der erste Jahrgang Wulfener Schüler, die die Laurentiusschule besuchen. Weitere werden ganz sicher in den kommenden Jahren folgen. – eng

16. Oktober 2007 | Quelle: Dorstener Zeitung

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