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Hubert Loick erobert Osten mit Biogas

Lembeck – Hubert Loick hat die Ärmel seines Hemdes hochgekrempelt.

Schnellen Schrittes tritt er seinem Gesprächspartner gegenüber, schüttelt mit kräftigen Druck die Hand. Und lächelt. “So, worüber reden wir heute?”, fragt er entspannt. Am besten über eines seiner Lieblingsthemen – die Produktion von Biogas.

Es ist nicht leicht in diesen Tagen, mit dem umtriebigen Landwirt ins Gespräch zu kommen. Auf seinem Hof am Lembecker Ortsrand ist er eher selten anzutreffen. Die Sekretärin hat alle Mühe, die Termine unter einen Hut zu bekommen. Loick ist zurzeit viel auf Achse, denn er hat ein Ziel: “Wir wollen in den nächsten Jahren in Ost-Europa sehr stark expandieren.”

Sein Blick schweift kurz aus dem Bürofenster, hinüber zu den beiden grünen Türmen auf seinem Grund und Boden. Dort steht die erste Biogas-Anlage, die Loick vor sieben Jahren gebaut hat. Mit einer Leistung von 500 kW mittlerweile “ein Exot”, wie er beinahe entschuldigend feststellt. Die vorerst größte (Vollaufbereitungs-)Anlage wird gerade im Industriegebiet Dorsten-Marl errichtet. Eine Leistung von 6 MW wird sie in der Startphase am Jahresende haben, erweiterbar ist sie auf 10 MW. “Davon haben wir vor einigen Jahren noch geträumt.”

Loick spricht stets vom “Wir” und meint damit nicht mehr nur seine eigene Firmengruppe. Im vergangenen Jahr ging er ein Joint Venture mit der End-I GmbH ein, einem der größten Deponiegas-Betreiber im Lande. “Das Grubengas wird weniger, da haben wir künftig perfekte Standorte für Biogas-Anlagen.” In der Landwirtschaft gebe es oft Probleme, die Wärme zu nutzen, weil die Infrastruktur fehlt. Dass der Lembecker in der gemeinsamen Gesellschaft nicht die Mehrheit der Anteile hält, stört ihn wenig. “Ich leite meine Firmen weiter, aber wir kommen nun in Bereiche, die alleine nicht mehr beherrschbar sind.”

Als Biogas-Pionier hat Hubert Loick vor einigen Jahren noch alles selbst gemacht – und dabei auch “eine Menge krumme Leute” kennen gelernt. Inzwischen konzentriert sich der zweifache Familienvater auf die Projektentwicklung und den Bau der Biogas-Anlagen – und kümmert sich mit Freude auch wieder um den Bereich, den er gleichfalls aus dem Eff-Eff kennt. Tausende Hektar landwirtschaftliche Flächen hat er in den neuen Bundesländern gepachtet, damit es eines Tages bei der Rohstofflieferung keine Engpässe gibt. – Stefan Diebäcker

>> www.loick-gruppe.de

28. Juni 2007 | Quelle: Dorstener Zeitung

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