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Lembecker entsetzt über Wohnheim

Lembeck – “Hier stehen andere Fragen im Raum als Schaukelpferde und Boomerangs. Sie brauchen uns nicht einzulullen!” Das war die einstimmige Reaktion der Lembecker, als man ihnen am Dienstagabend im Pfarrheim St. Laurentius die schönen Bilder von dem “landschaftlichen und friedlichen” Wohnheim für Suchtkranke in Frönsberg zeigte.

Jeglicher Versuch der Vertreter des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL), die Bewohner von dem Bau eines Wohnheims für “chronisch Suchtkranke” auf dem Gelände des ehemaligen evangelischen Gemeindehauses in Lembeck zu überzeugen, scheiterte. “Glauben Sie mir, es geht keinerlei Gefahr von dem Klientel aus.” Doch die Angst der Bewohner, dass sich das Klientel nicht nur auf Alkoholabhängige beschränken könnte, blieb: “Wer sagt uns denn, dass dort nicht auch Drogenabhängige vorzufinden sind?” Angst, Unverständnis, Entsetzen von Seiten der Lembecker – vor allem über den Plan, das Wohnheim in direkter Nachbarschaft des St. Laurentius-Kindergartens zu platzieren. “Wir sind hier ein kinderreicher Ort. Können Sie Ihr Vorhaben eigentlich mit Ihrem Gewissen vereinbaren?”, fragte eine aufgebrachte Mutter. “Die Wohnheime für Suchtkranke in Schwerte und Lengerich sind auch direkt neben Kindergärten. Es funktioniert gut”, hielt eine Vertreterin des LWL dagegen. Eine weitere Frage, welche die Anwohner beschäftigte, war die des Standortes. Warum ausgerechnet Lembeck?

Die Anwohner mussten sich mit der Antwort zufrieden geben, dass das Grundstück “bestimmte Vorgaben erfüllen” müsse. Nach einer langen Suche von sieben Jahren sei in Lembeck nun aus Sicht des LWL der ideale Standort gefunden worden. Die Lembecker indes fühlen sich überrumpelt und geben nicht kampflos auf: ” Es werden erhebliche Schwierigkeiten auf Sie zukommen!” – kim

13. Juni 2007 | Quelle: Dorstener Zeitung


Unmut über Heim für chronisch Suchtkranke

Anwohner vom Schluerweg in Lembeck trauten ihren Augen und Ohren nicht mehr, als sie von den Plänen des LWL-Psychiatrie-Verbund Westfalen erfuhren. Auf dem Gelände des ev. Gemeindehauses, gegenüber eines Kindergartens und in der Mitte ihrer Nachbarschaft soll ein neues Wohnheim für chronisch Suchtkranke gebaut werden. In den Unterlagen des LWL, die der Redaktion von Lembecker.de zur Verfügung gestellt wurden, heißt es wörtlich:

„Zur Zielgruppe gehören vorrangig Männer und Frauen aus dem Kreis Recklinghausen mit chronischer Abhängigkeitserkrankungen und Mehrfachbehinderungen, sowie Menschen mit einer erheblichen psychischen Behinderung aufgrund einer chronischen, psychischen Erkrankung oder einer chronischen Abhängigkeitserkrankung. Neben einer Abhängigkeitserkrankung können auch Psychosen, schwerste Neurosen und Persönlichkeitsstörungen, hirnorganische Beeinträchtigungen, Minderbegabung oder körperliche Erkrankungen aus dem vielfältigen Kreis der Suchtfolgeerkrankungen vorliegen.
Diese Zielgruppe leidet unter deutlichen Einschränkungen ihrer geistig-seelischen Gesundheit und ihrer psychosozialen Kompetenzen. Es besteht weitestgehend die erhebliche Einschränkung zur Abstinenz außerhalb geschützter Bedingungen und oft auch zur Organisation der eigenen sozialen und wirtschaftlichen Belange. In der Regel sind die Fähigkeiten zur Begründung stabiler zwischenmenschlicher Beziehungen beeinträchtigt.“

Das neue Wohnheim soll Platz für 24 Bewohner/innen bieten und direkt am Gemeindehaus, was bestehen bleiben soll, angebaut werden.
Geschockt waren nicht nur die Anwohner vom Schluerweg, als sie von den Plänen hörten, Menschen mit chronischen Suchterkankungen, Psychosen und schwersten Neurosen sollen Einzug in direkter Nachbarschaft zum St. Laurentius-Kindergarten finden. Die Nachbarn vom Schluerweg haben sich bereits zur Abwehr formatiert und wollen energisch gegen diese Pläne angehen. Lembecker.de wird über Weiteres berichten.

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