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Lernen hält lebendig

Lembeck – “Unser Studium ist schon ein wenig Luxus, da es mit keinen Verpflichtungen verbunden ist”, freuen sich Theresia und Theo Arentz. Im Sommer startet das Lembecker Ehepaar ins vierte Semester.

Die Mittsechziger nehmen mit großer Freude am Weiterbildungsangebot “Studium im Alter” der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster teil. Auf Bitte der Kontaktstelle berichten sie über ihre Motivation und ihre Erfahrungen.

“Ein ehemaliger Schulkamerad, der schon länger eingeschrieben ist, hat uns auf die Idee gebracht”, erinnert sich Theo Arentz. Der pensionierte Hauptschullehrer hat früher in Münster studiert, außerdem lebt der Sohn mit seiner Familie in der Domstadt. “Daher lag uns Münster näher als Essen.” Er und seine Frau haben sich für katholische Theologie entschieden. “Die Vorlesungen sind nicht nur eine Art Freizeitgestaltung, sondern eine große Bereicherung für uns”, stellt Theresia Arentz fest.

“Das Studium gleicht einem aufklärerischen Informieren. Wir wurden an völlig neue Gesichtspunkte herangeführt”, ergänzt ihr Ehemann. Im vergangenen Semester haben sich die Lembecker mit der Entstehung des Neuen Testaments beschäftigt. Ausschlaggebend für ihre Wahl sei das Thema gewesen, Aspekte wie Zeit und Professor spielten eher eine nachrangige Rolle.

Da sich die Veranstaltung an Hörer aller Semester gerichtet habe, sei das Verständnis durchweg sehr gut gewesen. Platzprobleme habe es in den von ihnen besuchten Veranstaltungen nie gegeben. “Auf den Stufen musste noch keiner sitzen.”

Dass ältere Studierende auch für den Lehrbetrieb eine Bereicherung sein können, äußerte den Arentz gegenüber einer ihrer Theologieprofessoren. Er hatte erkannt, dass Senioren wie Multiplikatoren wirken und ihr Wissen in die Gemeinden tragen.

Auf dem gleichen Ansatz basiert das neue Zertifikatsstudium. Ehepaar Arentz möchte erst noch ein wenig weiter studieren. “Wir interessieren uns auch für andere Bereiche. Geschichte und Kunstgeschichte zum Beispiel”, kann sich Theresia Arentz gut vorstellen.

Nach den Vorlesungen treffen sich die Arentz mit einem befreundeten Ehepaar zur Nachbesprechung und zum Kaffeetrinken im Cafe des Picasso-Museums. Danach bleibt genug Zeit für einen Stadtbummel und kleine Erledigungen. Überhaupt sei Münster eine wunderschöne Stadt. So trägt der wöchentliche Ausflug in die Westfalenmetropole insgesamt zur Steigerung der Lebensqualität bei.

Die Semestergebühr von 100 Euro zuzüglich der Fahrkosten und Parkgebühren sind nicht gering. “Aber das ist es uns wert. Dafür verzichten wir eben auf andere Dinge.” Theresia und Theo Arentz sind überzeugt: “Das Studium im Alter ist ein guter Weg, um alt zu werden.” – WEC

13. März 2007 | Quelle: Dorstener Zeitung

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