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Hubert Loick gibt Gas

Dorsten/Lembeck – Das siebte Ansiedlungsprojekt ist ein ganz Besonderes: Europas größte und modernste Biogas-Anlage entsteht im Industriepark Dorsten/Marl nahe des Kanalhafens.

“Das ist der optimale Standort für ein solch zukunftsweisendes Projekt”, freute sich gestern Dorstens Bürgermeister Lambert Lütkenhorst gemeinsam mit seiner Marler Amtskollegin Uta Heinrich, Investor Hubert Loick und Indu-Park-Entwickler Klaus Langenberg über den Vertragsabschluss.

Auf einer Fläche von vier Hektar will die EnD-I Loick Bioenergy GmbH an der Westgrenze des Industriegebietes rund 30 Millionen Euro in eine Anlage modernster Prägung investieren. Der Baustart wird noch im März anvisiert, bereits nach dem ersten Bauabschnitt sollen noch vor Jahresende sieben MegaWatt Biogas-Strom erzeugt werden. “Bis Mitte 2007 sollen es dann 10 MW sein”, kündigte Loick an.

100 000 Tonnen

Darüber hinaus wird das erzeugte Biogas in öffentliche oder regionale Netze gespeist und der als Restprodukt entstehende Dünger an die Landwirtschaft verkauft. Damit schließt sich ein Kreis: Denn zuvor hat die Gesellschaft mit Sitz in Köln, die 2006 als Verbund zwischen der EnD-I AG aus Halle und der Loick AG aus Lembeck gegründet wurde, jährlich 100000 t an nachwachsenden Rohstoffen (überwiegend Mais und Sonnenblumen) von Landwirten aus der Region bezogen, dazu noch Gülle als Stabilisator für die Bio-Masse.

Kein Wunder, dass die Fachwelt diese umweltgerechte Kreislaufwirtschaft als innovatives Modell alternativer Energieerzeugung rühmt, weil sie Ressourcen schont und dem Klimaschutz dient. “Unsere Gas-Erzeugung erfolgt CO²-neutral”, betont Loick.

Und auch mittlerweile, dank unterirdischer Produktions-Abläufe und Anlieferung in geschlossenen Systemen, äußerst geruchsarm. Nur bei Störfällen könnten noch “Düfte” austreten, die aber das in Industriegebieten übliche Maß nicht überschreiten würden. Auch das Risikopotenzial sei durch eine Reihe von Sicherheitssystemen minimal.

Viele Vorteile

Dafür gibt es jedoch reichlich Vorteile für die Region. In der Kern-Anlage entstehen fünf Arbeitsplätze, drumherum (Logistik, Landwirtschaft, Ingenieure) sind es rund 30. Über die Raiffeisen-Genossenschaft können Landwirte langfristige Zuliefer-Verträge vereinbaren und sich so trotz der wachsenden Konkurrenz durch die EU-Ost-Erweiterung neue Absatzmärkte erschließen.

Und die Signale stehen auf Expansion. Hubert Loick: “Wir planen noch weitere Projekte. Und Dorsten wird unser Flaggschiff sein, wo wir unser Engineering einrichten, ausbauen und erweitern.” – kdk

26. Februar 2007 | Quelle: Dorstener Zeitung

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