Werbepartner

Zu Gast im Knotenpunkt

Lembeck – Nein, damit hatte niemand gerechnet. Nicht die örtlichen Gastronomen, die es nicht übernehmen wollten. Auch nicht die Caritas als Bauherr des Seniorenzentrums. Denn eigentlich sollte das Café im Erdgeschoss ja nur eine Ergänzung, ein Angebot für die Heimbewohner sein.

Doch drei Monate nach der Eröffnung ist klar. Das Dorfcafé, dank der finanziellen Unterstützung des Fördervereins für das Seniorenzentrum deutlich größer geworden als ursprünglich geplant, macht seinem Namen alle Ehre. „Es ist ein Knotenpunkt für den ganzen Ortsteil geworden“, freuen sich Ursula Küsters – (Foto) und Gerburgis Wentingmann. Familien mit Kindern treffen sich hier zum Klönen, Anwälte zum Fachgespräch bei einem Cappuccino. Eine Strickgruppe ist regelmäßig zu Gast, selbst Jugendliche gönnen sich hier gerne einen Kakao.

Der unerwartete Erfolg hat natürlich viele Väter, doch zu verdanken ist er in erster Linie den rund 40 Mitgliedern der Caritas-Helfergruppe. „Ohne sie ginge gar nichts“, räumen Ursula Küsters und Gerburgis Wentingmann ein. Der gemeinnützige Verein kümmert sich ehrenamtlich um den Einkauf der Waren, vorzugsweise bei Lembecker Händlern, und nach einem festen, aber freiwilligen Plan um die Bewirtung der Gäste. Die Kuchen sind stets selbst gebacken. „Hier herrscht eine tolle Stimmung“, betont Ursula Küsters. „Alle duzen sich und sind mit unheimlich viel Spaß dabei.“

Auch der Preis stimmt

Inzwischen hat sich in Lembeck herumgesprochen, dass im Dorfcafé nicht nur die Qualität und der Service stimmen, sondern auch der Preis. „Hier können sich auch Heimbewohner, die nur ein kleines Taschengeld bekommen, eine Tasse Kaffee leisten.“ Und sich außerdem darüber freuen, dass viele Bewohner des Ortsteils dazu beitragen, dass sich das Dorfcafé weiter öffnet. Gemeinschaftliches Singen, Sitzgymnastik, Theateraufführungen von Grundschülern – „es gibt viele, die sich mit tollen Ideen einbringen“, weiß Gerburgis Wentingmann. Und wie damals beim ZIGL-Projekt an der Don-Bosco-Schule drängt sich unweigerlich der Verdacht auf: Das geht nur in Lembeck. – Stefan Diebäcker

Das Dorfcafé ist täglich von 9 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Heiligabend bleibt es geschlossen, an den beiden Weihnachtstagen ist es von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

08. Dezember 2006 | Quelle: Dorstener Zeitung

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen