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Skandal: Bolzplatz hinter Gittern

Lembeck – Aus, vorbei und eingezäunt! “Ich bin maßlos enttäuscht, dass uns trotz aller Bemühungen keine andere Wahl mehr blieb, als den Bolzplatz der Don-Bosco-Schule abzusperren und die Benutzung außerhalb der fest definierten Zeiten zu unterbinden”, kommentierte Bürgermeister Lambert Lütkenhorst das Scheitern der Konfliktlösungs-Versuche.

Weil Anwohner häufig über erhebliche Lärmbelästigungen klagten, hatte die Stadt die Eltern zusammengeholt, die Schulleitung einbezogen und die Jugendlichen um ihre Mithilfe gebeten. Auch ein Alternativ-Platz am Pfarrheim soll hergerichtet werden. An Zusagen fehlte es nicht: Jugendliche wollten mäßigend auf Unruhestifter einwirken, eine “friedliche Koexistenz” war angestrebt.

Aber der Versuch scheiterte kläglich. “Die letzten Monate herrschten absolut chaotische Zustände”, klagt der Bürgermeister, “Sonn- und feiertags, abends und mittags gab es Radau und manchmal gezielte Provokationen, wenn Väter beispielsweise am frühen Sonntagmorgen mit ihren Kindern Freistöße am Zaun übten.”

Die Stadt richtete einen Ordnungsdienst ein, es gab nochmals Gespräche mit Jugendlichen. Lütkenhorst: “Aber nicht einmal Hausverbote, Anzeigen und Polizei-Einsätze konnten die erheblichen Auswüchse verhindern.”

So sei ihm keine andere Wahl geblieben, als schweren Herzens (“ich habe große Probleme damit, Kindern das Spielen zu untersagen”) doch noch den Auftrag zu erteilen, den alle verhindern wollten: In Kürze werden die Gitter um den Bolzplatz komplettiert. Bei der Rechtslage in Wohngebieten bleibe keine andere Wahl.

Am Dienstag (14.11.) will der Bürgermeister um 17 Uhr vor Ort sein, um allen Betroffenen die Entscheidung persönlich zu erläutern. – kdk

16. November 2006 | Quelle: Dorstener Zeitung

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