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Nattefort-Kreuz ist restauriert

Lembeck – 150 Jahre hat es auf dem Buckel. Und der Zahn der Zeit hatte mächtig am Nattefort-Kreuz genagt. Doch nun ist es restauriert und strahlt, entsprechenden Sonnenschein vorausgesetzt, die Autofahrer auf ihrem Weg nach Lembeck an.

In der so genannten „Todeskurve“ an der Wulfener Straße war es 1856 als Missionskreuz errichtet worden. Die Pfarrgemeinde St. Matthäus nutzte es im vergangenen Jahrhundert als Station bei der Hagel-Prozession. „Auch jetzt wird das Kreuz häufig besucht“, sagt Hans Günter Loick vom Heimatverein Lembeck. „Kaum ein Tag, an dem nicht eine Kerze vor dem Kreuz brennt.“

Inschriften lesbar

Auf Wunsch der Heimatvereine Lembeck und Wulfen hat sich die Steinbildhauerei Wirtz aus Haltern im Frühjahr an die Arbeit gemacht, ein gutes halbes Jahr später sind die Witterungsspuren beseitigt und die Inschriften – (kl. Foto) wieder lesbar. „Es hat sich gelohnt“, glaubt Egon Cosanne, Kirchenvorstand in St. Laurentius. Die Kosten von rund 2000 Euro haben sich Lembecker und Wulfener Katholiken geteilt.

Als Vorgriff auf eine im Bistum derzeit diskutierte „Großgemeinde Herrlichkeit“ will Cosanne dies natürlich nicht verstanden wissen. „Die Sparmaßnahmen werden bei uns intensiv diskutiert“, räumt er ein. Welche Fusion am Ende realisiert wird, bleibt abzuwarten. Cosanne ist jedenfalls froh, dass die aufwändige (und kostspielige Sanierung) von Kirchplatz und Gotteshaus abgeschlossen ist. „Ich bin mir nicht sicher, ob wir das jetzt noch genehmigt bekämen.“

In Lembeck wie in anderen Gemeinden wird am Wochenende ein Teil des Kirchenvorstandes neu gewählt. Unter den Kandidaten für die vier Stellen befinden sich auch jüngere Gemeindeglieder. Auch in dieser Hinsicht scheint St. Laurentius auf die anstehenden Aufgaben vorbereitet. – dieb

15. November 2006 | Quelle: Dorstener Zeitung

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