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Ein Hauch von Nostalgie

Lembeck – Warum Heimatverein und Treckerfreunde gemeinsam? “Es passt einfach zusammen, wir machen viel gemeinsam”, antwortet Gerd Trockel.

Er ist einer der Treckerfreunde und sieht die Gemeinschaft mittlerweile als Untergruppe des Heimatvereins Lembeck.

Zusammen feierte man am Sonntag das traditionelle Herbstfest am Heimathof. Um Einblicke in die Geschichte des Ortes und die Arbeit des Heimatvereins zu geben, sagen die Lembecker. “Natürlich geht es auch um die nette Gesellschaft”, erklärt Aktive Ingrid Loick lachend. Zum Festauftakt gab es die typischen Reibeplätzchen im “Museschoppe”. Der alte Getreideschuppen aus Wessendorf steht traditionell auf Pollern, “damit die Mäuse nichts von den Reibekuchen abbekommen”.

Kleeblatt-Ofen

Wer dann satt war, konnte anschließend im “Spieker” (Geräteschuppen) ein wenig Nostalgie schnuppern. Hermann Bügers erzählte einiges über die alten Geräte wie Kleeblatt-Ofen oder Dreschmaschine. Schließlich war der Ehrenvorsitzende des Heimatvereins doch selbst als kleiner Junge draußen auf dem Feld. “Wenn er es mal eilig hatte, trieb der Bauer den Kartoffelroder etwas schneller an. Die Kartoffeln flogen dann nur so über den Acker. Für 25 Pfennige am Tag sammelten wir sie ein”, erinnert er sich mit einem Augenzwinkern. Nostalgisch kamen auch die Erntemaschinen auf vier Rädern daher. “Knapp 20 alte Traktoren können wir heute zeigen, von Deutz über Hanomag bis Schlüter”, freut sich Treckerfreund Trockel. Der älteste Traktor war diesmal ein Lanz von 1935.

Ein gemütliches Fest mit historischem Charakter also. Beim Tiermarkt im nächsten Jahr ist der Heimatverein wieder mit den Treckerfreunden vor Ort. – arn

23. Oktober 2006 | Quelle: Dorstener Zeitung

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