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“Genau das hat in Dorsten gefehlt”

Lembeck – Der Saal in Driks Bürken quoll mit 200 Besuchern fast über. Zuschauer saßen bereits auf den Treppenstufen und die Stimmung war kaum noch zu übertreffen. Der Grund dafür war aber nicht etwa ein Konzert der Rolling Stones, sondern ganz einfach nur der erste Abend des Blues- und Folk-Clubs.

Initiiert wurde das Spektakel von Tom Hachmann. Der Dorstener war schon lange der Meinung, dass in seiner Stadt zu wenig “geboten” würde. Da Hachmann aber auch keine Lust mehr hatte, jedes Wochenende ins Münsterland oder nach Coesfeld zu fahren, wo es seiner Aussage nach fast jeden Abend in den Kneipen Live-Musik gibt, nahm er sich der Sache selbst an.

Einfaches Konzept

Dabei heraus am der Blues und Folk Cub. Das Konzept dabei ist simpel. “Bands aus der Umgebung, die Interesse haben, melden sich bei mir und ich sortiere sie dann so, dass sie vom Stil her zusammen passen”, erklärte Hachmann.

Die meisten Musiker kennen sich untereinander nicht, sind aber von ihrer Musikrichtung und ihrem spielerischen Können miteinander kompatibel, sodass am Ende jedes Abends noch mit allen Anwesenden eine Jam-Session veranstaltet werden kann. Dabei finden sich alle zusammen und spielen gemeinsam Wunschlieder.

Natürlich war dies auch am Freitagabend der Fall. Nachdem das Publikum sich bereits an den Einzeldarbietungen von Bernhard Walters mit Coversongs von Bob Dylan und The Who, den Stimmwundern von Trefoil, ie neben Blues und Rock auch einige Countryhits zum Besten gaben und den Akustikern von Speech of Souls vergnügen durften, folgte ein gemeinsames Konzert von einigen Musikern der verschiedenen Gruppen, die vorher noch nie miteinander musiziert hatten.

Dem Publikum gefiel es anscheinend, denn die Reaktionen waren durchweg positiv und auch der Applaus ließ nicht zu wünschen übrig. “Genau das hat hier in Dorsten gefehlt”, meinte Margot Hemming begeistert.

Auch Organisator Tom Hachmann schien mehr als zufrieden. “Ich hatte mit 50 bis 60 Leuten gerechnet, aber aas hätte ich im Leben nicht erwartet”, so Hachmann. Er denkt auch bereits über Erweiterungsmöglichkeiten nach. “Ich stelle mir vor, so etwas mal in allen Dorstener Gaststätten zu machen. An einem Abend überall Livemusik und die Leute zahlen einmal Eintritt und können dann alle Lokale besuchen”, träumte Hachmann.

Alle zwei Monate

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Der Blues- und Folk-Club hingegen besteht und soll jetzt regelmäßig jeden zweiten Freitag in einem geraden Monat stattfinden. Der nächste Termin ist somit der 8. Dezember. Mit dabei sind dann in Driks Bürken Ouwe, Henning Engelbrecht und Meister Michel, die eine Mischung aus Minne und Irish Folk bis hin zu Jethro Tull zum Besten geben werden. – dzi

15. Oktober 2006 | Quelle: Dorstener Zeitung

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