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Schneller an der Einsatzstelle

Lembeck – Das unübersichtliche Gedränge im Lembecker Feuerwehrgerätehaus hat ein Ende. “Unsere Einsatz-Vorbereitungen laufen jetzt viel schneller und ruhiger ab”, erklärt Löschzugführer Bernhard Mast. “Die Umbaumaßnahmen haben sich schon bewährt.”

Noch bis vor ein paar Monaten mussten sich die Fahrer von fünf Löschfahrzeugen ihren Weg durch vier Tore bahnen, wenn die Sirene schrillte. Gleichzeitig hing die Einsatzkleidung der Wehrleute direkt an der Wand hinter den Fahrzeugen. “Wenn unsere Leute dann unter Zeitdruck in ihre Sachen schlüpften, wurde es manchmal gefährlich”, erinnert sich Mast.

Ordentliche Spinde

Dank des unermüdlichen Engagements der Wehrleute und vieler anderer Bürger gehören solche Situationen der Vergangenheit an. Ein zwei Meter breiter Gang führt nun von der Fahrzeughalle in komfortable Umkleideräume. Die Einsatzkleidung für 46 Männer hängt ordentlich aufgereiht in den Spinden.

Ein zweiter Raum bietet Platz für die Kleidung von elf Feuerwehrfrauen. Auch wenn es bisher nur zwei Aktive im Löschzug gibt, sind die Lembecker zumindest für die Zukunft gerüstet. An beide Umkleideräume schließen sich zudem geräumige Toiletten mit Waschgelegenheiten an.

Zusätzlich legten die Wehrleute 24 neue Alarmparkplätze an. Gleichzeitig geht nun bei einem Druck auf den Alarmschalter die Beleuchtung auf dem gesamten Gelände an.

Das notwendige fünfte Tor – mit der geforderten Durchfahrtshöhe von 4,50 Meter – entstand in einem Anbau an der linken Seite des Gerätehauses von 1964. Dort steht ab sofort der “neue” Schlauchwagen der Lembecker Wehr mit 2000 Meter Schlauch und einem Verkehrsleitsystem auf dem Dach bereit. Komplett erneuert und den Wünschen der Wehrleute angepasst, ist es dem Auto fast gar nicht mehr anzusehen, dass es bereits 15 Jahre in Bottrop seinen Dienst getan hat.

170 000 Euro gespart

Rund 60 000 Euro kostete das Fahrzeug. Für die gesamte Renovierung des Gerätehauses zahlte die Stadt Dorsten 100 000 Euro. Weitere 170 000 Euro erbrachten die Wehrleute in Eigenleistung. “Seit September 2005 haben täglich mindestens fünf Lembecker bei den Bauarbeiten mitangepackt”, freut sich Mast. Elektriker legten Leitungen, Maurer zogen die Wände hoch, Fliesenleger sorgten für einen robusten Bodenbelag – ohne einen Cent dafür zu verlangen.

Sogar die Ausschachtungen in der Größenordnung von drei Einfamilienhäusern leisteten die Lembecker selbst. Wie viele Stunden seine Leute freiwillig investiert haben, weiß Mast nicht. “Aber ich bin stolz auf sie”, erzählt er. “Und unterm Strich hat es uns allen Spaß gemacht.” – SaB

Die Einweihung des erweiterten Gerätehauses an der Lippramsdorfer Straße beginnt am Sonntag, 8. Oktober, um 10 Uhr mit einem Festhochamt. Anschließend wird der neue Schlauchwagen gesegnet. Die Wehrleute danken den Bürgern für ihr Engagement mit einem Tag der offenen Tür.

18. September 2006 | Quelle: Dorstener Zeitung

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