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KC „Die Schlucker“ holen den Titel „Wahre Weltmeister“

Lembeck / Schermbeck – Der „Wahre Weltmeister“ heißt Frankreich. Im Finale der Selecao-WM für Hobbyteams setzten sich gestern „les bleus“ gegen das Team Schwedens mit 6:5 durch.

Mit den beiden europäischen Teams standen sich im Endspiel nicht nur zwei der wohl stärksten, sondern auch zwei der kreativsten Teams gegenüber. Schweden wie Franzosen hatten sich bei der Beflockung ihrer originalen Nationaltrikots einiges einfallen lassen. Die „Exil-Franzosen“ aus Lembeck – zumeist Mitglieder des SVL und als solche am Hagen am Ball – hatten ihre Spitznamen kurzerhand ins Französische übersetzt. Aus Keeper Stefan Hellenkamp, dem „Langen“, wurde so „Le Longue“; Schwenki hieß nun „Rotation“ und Pulle ließ sich stilecht „Bouteille“ rufen.
Die Schweden standen dem in nichts nach und hatten ihre Namen kurzerhand ins Skandinavische übertragen. Thomasson lief da auf. Und Eickstrøm. Und Richardson. Und Iwanhimovic stand im Tor.
Dort musste er im Finale schon bald hinter sich greifen. Ausgerechnet „Bouteille“, die Pulle, hatte abgezogen und ihn zum 1:0 für Frankreich überwunden. Bis zur Pause legten die französischen Lembecker dann ein 3:1 vor, das sie nach dem Seitenwechsel sogar auf 5:1 ausbauten. Doch im Hallenfußball heißen vier Tore nichts, und so kamen auch die Schweden noch einmal auf. Plötzlich hieß es nur noch 5:4. Frankreich konterte noch einmal zum 6:4, doch erneut kamen die Skandinavier bis auf ein Tor heran. Am Ende rettete sich die Equipe Tricolore aber – auch mit dem nötigen Glück – ins Ziel und stemmte den riesigen Siegerpokal in die Höhe.
Mit dem Finaltag fand die Weltmeisterschaft gestern einen stimmungsvollen Abschluss. Schon die Halbfinals zeigten, dass sich die vier besten Teams bis hierher durchgekämpft hatten.
Im ersten Spiel setzte sich Frankreich gegen die Elfenbeinküste nach anfänglichen Schwierigkeiten am Ende recht klar mit 12:7 durch. Schweden brauchte im zweiten Semifinale gegen Saudi-Arabien die Verlängerung, in der Thomas „Thomasson“ Barciaga das goldene Tor zum 10:9 erzielte.
In die Verlängerung ging auch das Spiel um Platz drei, und erneut hatten die Saudis dabei das Nachsehen. Nachdem es zum Ende der regulären 30 Minuten 7:7 gestanden hatte, setzte sich die Elfenbeinküste schließlich mit 10:8 durch.
Weltmeister Frankreich krönte seinen erfolgreichen Finalabend noch durch einen zweiten Sieg. Im Neunmeter-Shootout sicherten sich Bouteille und Co. einen kompletten Trikotsatz. Als einziges der 17 angetretenen Teams verwandelten sie alle fünf Strafstöße. Platz zwei ging hier an Costa Rica.
Mit einem Trikot wurde bei der Siegerehrung auch Chef-Organisator Michael Schmidt geehrt, der als „Mister Zuverlässig“ für einen absolut reibungslosen Ablauf sämtlicher Turniertage sorgte und wesentlich zum Gelingen der WM beitrug. – al

Quelle: Christoph Scheithauer / Dorstener Zeitung

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