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Wer herumlärmt, verspielt seine Möglichkeiten

Lembeck – Eingezäunte Schulhöfe können das Lärmproblem in Lembeck nicht lösen – so lautet das Ergebnis des ersten Bürgermeister-Stammtisches am Montagabend in der Don-Bosco-Schule.

dbsv-01Nicht nur die Anwohner der Don-Bosco-Schule, die sich seit Wochen über stetige Lärm- und Schmutzbelästigungen durch Jugendliche beklagen, die den Schulhof nach 18 Uhr nutzen, sondern mehr als 80 Bürgerinnen und Bürger aus Vereinen, Verbänden, den Kirchen und eine große Zahl Jugendlicher hatten sich am Montagabend zu diesem Bürgermeister-Stammtisch eingefunden.

Eine ausführlichen Diskussion widmete sich der Lärmsituation auf dem Schulhof und der unterschiedlichen Angebote für Jugendliche in Lembeck. Die Rechtslage zur Nutzung von Schulhöfen erläuterte der Erste Beigeordnete Gerd Baumeister, der sowohl als Rechtsdezernent als auch als Jugendamtsdezernent teilnahm. In der Diskussionsrunde wurde klar, dass als Folge “nicht beherrschbarer Zustände” die Nutzung von Schulhöfen durch Jugendliche eigentlich nicht möglich ist.

Spielmöglichkeiten

Bürgermeister Lütkenhorst: “Wir müssen erreichen, dass auf diesem Schulhof Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche erhalten bleiben können, ohne die Nachbarn zu belästigen.”

Allen Beteiligten war klar, dass nur rechtliche Schritte bleiben, wenn es nicht gelingt, die jugendlichen Nutzer zur Beachtung von Ruhe und Ordnung auf den Schulhöfen zu bewegen. Letzte Konsequenz wäre, den über 12-jährigen Kindern und Jugendlichen das Spielen auf Schulhöfen zu untersagen und den Platz einzuzäunen.

dbsv-02Sehr positiv überrascht zeigten sich Bürgermeister und Erster Beigeordneter von den Lösungsvorschlägen, die die Diskussionsteilnehmer aufzeigten.

So wurde vereinbart, dass die anliegenden Familien bei nicht zumutbaren Lärmbelästigungen zunächst Vertreter der am Montagabend anwesenden Jugendlichen telefonisch benachrichtigen, damit diese mit den Verursachern ins Gespräch kommen, um Lärm und Verschmutzungen zu verhindern.

Als weitere Möglichkeit zur Entspannung der Situation an der Don-Bosco-Schule kam man überein, am kommenden Dienstag, 23.5., um 18 Uhr im TOT Lembeck ein erstes Gespräch zwischen Jugendlichen, Vertretern der Kirchen sowie der Stadt zu führen. Dieses Gespräch hat das Ziel, in gemeinsamen Aktionen den vorhandenen Bolzplatz “aufzumöbeln”, um zusätzliche Möglichkeiten für Jugendliche in Lembeck zu schaffen.

16. Mai 2006 | Quelle: Dorstener Zeitung
Fotos: © Lembecker.de / Markus B.

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