Fast 3000 Tiere gekeult

Raesfeld/Lembeck – Nach dem Ausbruch der Schweinepest auf einem Hof in Raesfeld sind am Wochenende etwa 2900 Tiere gekeult worden. Ein Verdachtsfall in Lembeck-Beck bestätigte sich indes nicht.

„Alle Proben von diesem Hof waren negativ“, sagte Recklinghausens Kreissprecher Jochem Manz am Sonntag. Der Betrieb war nach Informationen der Dorstener Zeitung zwischenzeitlich ins Blickfeld der Behörden geraten, weil es Kontakt zu einem Seuchenhof in Haltern-Lavesum gegeben hatte.

Eine Reihe von Todesfällen in einem Mastbetrieb in Raesfeld hatten hingegen die Veterinäre des Kreises Borken am Samstag stutzig gemacht. Wegen des „akuten Verdachtsfalls“ wurde am Nachmittag der gesamte Bestand von 218 Tieren getötet. Nachdem der Ausbruch der Schweinepest dann „amtlich festgestellt“ war, wurden bis in die Nachtstunden in einem nahe gelegenen Hof weitere 1496 Ferkel, vier Hängebauchschweine sowie 41 Mastschweine gekeult. Gestern kamen bis zum frühen Abend mehr als 1100 Tiere auf fünf weiteren Höfen hinzu, die sich in einem Umkreis von einem Kilometer zu dem betroffenen Betrieb befinden. Um keine Zeit zu verlieren, setzte der Kreis Borken zwei Teams ein und forderte auch Verstärkung von Tierärzten aus den Kreisen Wesel und Steinfurt an.

Polizei und Feuerwehr haben in Raesfeld die Zufahrten zum Gehöft weiträumig gesperrt. Der Zutritt zum Gelände ist strengstens untersagt. Derweil wird bereits untersucht, ob und wie das Schweinepest-Virus eingeschleppt wurde. Nach ersten Ermittlungen ist keine Verbindung zu den Fällen im 30 Kilometer entfernten Haltern zu erkennen. „Konkrete Erkenntnisse über die Seuchen-Ursache gibt es noch nicht“, erklärte ein Kreis- sprecher am Abend. – dieb

Die Landesstraße L 829 zwischen Raesfeld und Borken-Marbeck (Heidener Straße/Marbecker Straße) ist zwischen der B 70 und der Einmündung Dorstener Postweg gesperrt.

02. April 2006 | Quelle: Dorstener Zeitung