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Loick plant großen Energiepark an der Stadtgrenze

Lembeck – Er ist einer der Pioniere auf dem Gebiet der Bioenergie. Jetzt plant Hubert Loick – ein weiteres Großprojekt in seiner Heimatstadt. Im Industriegebiet Marl/Dorsten möchte der Landwirt noch in diesem Jahr mit dem Bau eines innovativen Energiezentrums beginnen.

Klaus Langenberg, Geschäftsführer des Indu-Parks, bestätigte kürzlich beim Wirtschaftsempfang der Stadt, dass die Verhandlungen mit Loick über einen Tausch seines Grundstücks weit fortgeschritten seien. Der Lembecker hatte bereits im Jahr 2000 ein Gelände auf Marler Gebiet erworben, um dort eine Produktionsstätte für nachwachsende Rohstoffe zu bauen. Nach Problemen mit der Hausbank wurde das Projekt auf Eis und die Fabrik in Teterow (Mecklenburg-Vorpommern) errichtet.

Kooperation

Eine Biogas-Anlage durfte Loick auf seinem Grund und Boden nicht bauen, sie soll nun direkt an der Gottlieb-Daimler-Straße entstehen und eine Leistung von 5 mW haben, zehn Mal größer als die Anlage auf seinem Lembecker Hof. In einem angeschlossenen Technologiezentrum möchte der findige Unternehmer zudem zeigen, „was man alles noch machen kann“. Loick strebt nach eigenen Angaben eine Kooperation mit Unternehmen aus der hiesigen Region an, will Gülle und Pflanzen aus dem ganzen Kreis Recklinghausen anliefern lassen, um sie in der riesigen Anlage in Bio-Energie umzuwandeln. Die verbleibenden Gährsubstrate sollen zu Dünger aufbereitet und den Landwirten wieder zur Verfügung gestellt werden.

Wie Erdgas

In Teterow will Loick im Juli eine Biogasanlage in Betrieb nehmen, die es in dieser Form in Deutschland noch nicht gibt. Sie wird mit einer Gasaufbereitung ausgestattet sein, um das Biogas ins öffentliche Netz einspeisen zu können. „Es ist qualitativ mit Erdgas vergleichbar“, betont Hubert Loick. Mit Hilfe von Blockheizkraftwerken werden Strom und Wärme erzeugt; der Strom wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist, die Wärme in das städtische Nahwärmenetz eingeleitet. Davon sollen laut Loick nicht nur die Bürger der Stadt Teterow profitieren, sondern auch bestehende oder neue Unternehmen, „die sich dieser Technologie anschließen können“.

Ähnliches schwebt dem Lembecker auch für den hiesigen Industriepark vor. Dazu nimmt er erstmals „große Kapitalgeber“ mit ins Boot, die bereit sind, in erneuerbare Energien zu investieren. – dieb

30. Januar 2006 | Quelle: Dorstener Zeitung

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