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Die reine Natur im Tank

Lembeck – Den Tiger hat Heinz Jania nicht mehr im Tank. Denn sein Lkw fährt seit kurzem mit Rapsöl. Das ist nicht nur preiswerter als Diesel oder Biodiesel, der Brummi ist sogar leistungsstärker. „Und es riecht auch noch richtig gut.“

Im Lembecker Raiffeisenmarkt ist jetzt der Startschuss für die Rapsöl-Offensive gefallen. An den dortigen Zapfsäulen kann schon „die reine Natur“ getankt werden, und wenn es nach den Plänen der Raiffeisen Hohe Mark eG geht, soll der Öko-Treibstoff demnächst an deutlich mehr Stationen zu haben sein. Gemeinsam mit den Genossenschaften Emscher-Lippe und Haltern will sie im kommenden Jahr für rund eine Mio. Euro eine zentrale Öl-Presse in Reken bauen, die jährlich 5 Mio. Liter Rapsöl produziert.

Viele Vorteile

„Mit Rapsöl fährt man billiger als mit Diesel oder Biodiesel“, begründete Bernhard Harks, geschäftsführender Vorstand der Raiffeisen Hohe Mark eG, gestern den Vorstoß. „Es schont die Umwelt und sichert außerdem den Landwirten in unserer Region ein zusätzliches Einkommen“ Tatsächlich könnten nicht nur Speditionen und landwirtschaftliche Betriebe von dem preiswerten Sprit (ca. 65 Cent je Liter plus 7 % Mehrwertssteuer) profitieren. Das Autohaus Wietholt in Wulfen übernimmt als bislang einziges Unternehmen in der Region die zwischen 3500 und 5000 Euro teure Umrüstung der Fahrzeuge, die sich nach Meinung von Andreas Strotmann je nach Laufleistung der Fahrzeuge „nach ein bis drei Jahren“ amortisiert hat. Und für die Bauern könnte es sich mehr denn je lohnen, Raps als zusätzliche Ackerfrucht anzubauen. Denn für die geplante Anlage in Reken müssten jährlich 15.000 Tonnen Raps angeliefert werden. Die gestiegenen Benzinpreise könnten dem ein oder anderen Landwirt folglich keine rosige, aber zumindest eine goldgelbe Zukunft bescheren. – dieb

07. Dezember 2005 | Quelle: Dorstener Zeitung

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