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Falls die Vogelgrippe kommt

Lembeck – Die Vogelseuche hat Lembeck erreicht: Bei einer Übung des THW Gladbeck/Dorsten am Samstag auf dem Bauernhof Strock probten etwa 50 freiwillige Helfer den Ernstfall.

“Die Vogelseuche rückt immer näher, da ist es besser, man ist gut vorbereitet!”, erzählte Peter Boll, Beauftragter für die Öffentlichkeitsarbeit. Am Samstag sollte nicht nur der Ernstfall im großen Stil, sondern auch die Zusammenarbeit mit den regionalen Feuerwehren geprobt werden.

Die Nachbarn wurden natürlich vorher gewarnt, aber einige Samstagsspaziergänger staunten nicht schlecht, als sie Feuerwehr und THW in voller Montur eine Desinfektionsschleuse aufbauen sahen. Diese Schleuse stellte eine besonders große Herausforderung für die Mannschaft dar. Hier gab es für das zu desinfizierende Fahrzeuge zunächst eine Hochdruckreinigung, bevor unter der eigentlichen Desinfektionsdusche alle Keime abgetötet wurden.

Das verbrauchte Wasser wurde im Abtropfbecken gesammelt, um es erneut gebrauchen zu können. Mit Frischwasser versorgt wurde das THW von der Freiwilligen Feuerwehr Lembeck. “Die Schleuse wurde eigentlich hinsichtlich der Maul- und Klauenseuche angeschafft”, erklärte Boll.

Der Löschzug Gladbeck stellte eine weitere wichtige Station, das Dekontaminationszelt, zur Verfügung. Denn bei der Vogelgrippe kommt es sehr auf den Personenschutz an. Am Samstag durften zwei Helfer des THW auch hier den Ernstfall proben. “Hier folgt ebenfalls auf eine Grobreinigung eine Desinfektion”, erklärte Holger Mehl, Zugführer der Einsatzgruppe Chemie- und Strahlenschutz der Feuerwehr Gladbeck.

Am Ende der ganzen Prozedur, die etwa 25 Minuten dauert, erwartete den fleißigen Helfer ein vorgewärmtes Zelt. Auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt. “So übt unsere Küche gleich mit!”, freute sich Boll.

Gute Zusammenarbeit

Für diese Übung stellte der Kreis Recklinghausen seine komplette Einsatzleitung und seinen Leitwagen zur Verfügung. Dort wurden über Funk alle Einsatzkräfte koordiniert.

Die gesamte Organisation dieser Übung dauerte ca. zwei Monate. Im Ernstfall muss es natürlich schneller gehen: “Sechs Stunden nach der Alarmierung durch das Kreisveterinäramt können wir die Anlage in Betrieb nehmen”, so Boll.

Solch eine große Übung veranstaltete das THW zum ersten Mal und freute sich über die gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Kräften. – Manu

13. November 2005 | Quelle: Dorstener Zeitung

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