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Strom und Wärme aus Schweinegülle

Lembeck/Teterow – Die ersehnte Baugenehmigung traf vor wenigen Tagen ein und sie macht Hubert Loick wieder mal zu einem gefragten Mann. In Teterow (Mecklenburg-Vorpommern) beginnt der Landwirt und Unternehmer aus Lembeck in Kürze mit dem Bau einer Biogasanlage, die es in dieser Form noch nicht gibt in Deutschland. Denn sie wird mit einer Gasaufbereitung ausgestattet sein, um das Biogas ins öffentliche Netz einspeisen zu können. Im Juli 2006 soll die Anlage bereits in Betrieb gehen.

Landwirte eingebunden

Die Loick AG und ihre Tochtergesellschaften aus dem Bereich Bioenergie planen, bauen und betreiben die Biogasanlage in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Teterow. Offizielle Bezeichnung: Bio-enegie Teterow GmbH & Co. KG. “Mit eingebunden sind aber auch eine Reihe örtlicher Landwirte, die Mais, Getreide, Sonnenblumen und andere sinnvolle Biomassepflanzen anliefern”, sagt Loick. Zusammen mit Rindergülle, Schweinegülle und Stallmist wird die Biomasse in seiner Anlage vergoren und dabei ein methanhaltiges Gas gewonnen.

Während das Gärsubstrat als landwirtschaftlicher Dünger wieder verwertet werden kann, wird das Roh-Biogas gereinigt und getrocknet, so dass es ins öffentliche Netz der Stadtwerke Teterow eingespeist werden kann. “Es ist qualitativ mit Erdgas vergleichbar”, betont Hubert Loick. Mit Hilfe von Blockheizkraftwerken werden Strom und Wärme erzeugt; der Strom wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist, die Wärme in das städtische Nahwärmenetz eingeleitet. Davon sollen laut Loick nicht nur die Bürger der Stadt Teterow profitieren, sondern auch bestehende oder neue Unternehmen, “die sich dieser Technologie anschließen können”.

Ein ähnliches Projekt plant Loick seit geraumer Zeit im Industriegebiet Dorsten/Marl. Bislang waren die Pläne jedoch stets an der Lage seines vor Jahren erworbenen Grundstücks gescheitert. Inzwischen, so war zu hören, ist allerdings Bewegung in die Verhandlung mit der Steag über einen Grundstückstausch gekommen. – dieb

>> www.enr.de
07. November 2005 | Quelle: Dorstener Zeitung

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