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Nachgefragt: Was machen Avia und McDonalds?

Lembeck – Nicht zuletzt die Lembecker und Rhader Bürger fragen in diesen Tagen immer wieder, was genau der Stand der Dinge bei den im Gewerbegebiet Endelner Feld geplanten Avia-Tankstelle und dem Fastfoodrestaurant McDonalds ist.
bmlNach Anfrage von Lembecker.de in der Pressestelle der Stadt Dorsten, wurden diese Fragen umgehend ernst genommen und Bürgermeister Lambert Lütkenhorst erklärte sich, trotz vollem Terminkalender, spontan zu einem Gespräch bereit.

Zur Geschichte des Gewerbegebietes „Endelner Feld“

Rund zwei Mio. Euro investiert die Otto Fricke & Co. GmbH aus Gütersloh in den Standort an der A 31, nachdem Analysen einen erfolgreichen Betrieb an der Lembecker Abfahrt attestierten.

Der so genannte Ostfriesenspieß ist seit Ende 2004 durchgängig befahrbar. Bislang gibt es dort nur einzelne Rastplätze, aber eben keine Tankstelle. Doch nicht nur die gute Lage, sondern auch die künftige unmittelbare Nachbarschaft mit McDonalds war für die Fricke GmbH, einem Gesellschafter der Deutschen Avia Mineralöl-GmbH, entscheidend. Die Autofahrer sollen mittels eines gemeinsamen, 60 Meter hohen Pylon, der seine beleuchtete Werbefläche in nord-südlicher Richtung (zur Autobahn) präsentiert, zur Rast in Lembeck animiert werden. Vier bis fünf fest angestellte Mitarbeiter und bis zu zehn Aushilfen sollen alleine bei Avia arbeiten, einen erfahrenen Pächter soll es auch schon geben.
Das zu erwartende höhere Verkehrsaufkommen an der A31-Ausfahrt Lembeck ist auch der Hauptgrund für die Realisierung des Kreisverkehrs.

Mit der Zusage der Avia-Gruppe hatte die jahrelange Suche der Stadt nach einem Tankstellen-Investor ein positives Ende gefunden. Nachdem die Autohof-Pläne der Familie Heidermann Ende der 90er Jahre bekanntlich an Protesten von Anwohnern und einem Gutachten des Landesumweltamtes gescheitert waren, hatte es in der Folgezeit Absagen der Westfalen AG und eines amerikanischen Interessenten gegeben
Probleme mit Anliegern erwarten Stadtverwaltung und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft WinDor als Grundstückseigentümer offenbar nicht. Die Tankstelle samt McDonalds, hieß es früher, fällt ja deutlich kleiner aus als der einstmals vorgesehene Autohof.

Baustart war bis Ostern 2005 geplant

Im Januar dieses Jahres war die wasserdichte Baugenehmigung beider Projekte fertig und beide Investoren wollten mit den Arbeiten beginnen und zum Ostermontag ihre Türen öffnen. Alle möglichen Kriterien wurden zum Wohle der nächsten Nachbarn berücksichtigt. Was nicht berücksichtigt wurde ist die Möglichkeit unserer Bürger, auch ohne erkennbare Gründe, gerichtlich einzulenken.
So kam es dann auch, als ein Anwohner zuerst Widerspruch einlegte, der erwartungsgemäß abgeschmettert wurde, dann aber Klage gegen die Projekte erhob. Im Gegensatz zu den Projekten Aldi und Honsel in Rhade richtete sich die Klage jedoch nicht gegen den Bebauungsplan.
Obwohl die überwältigende Mehrheit der Lembecker und Rhader Bürger diese Projekte befürworten und auch etliche Arbeitsplätze entstehen würden, dauert eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes (OVG) bis zu 2 Jahre.

Baustart vor OVG-Entscheidung möglich?

Bürgermeister Lütkenhorst ist sehr zuversichtlich, nachdem WinDor auf eigene Kosten ein Gutachten von höchster Stelle erstellen lassen hat. Dieses Gutachten bestätigt die richtige und gebietsverträgliche Ansiedlung gemäß Bebauungsplan. Der Otto Fricke GmbH (Avia) wurde dieses Gutachten auch vor wenigen Wochen vorgelegt und es wurde Bereitschaft zum Baustart signalisiert. Allerdings nur, wenn sich die Planer von McDonalds ebenfalls von dem Gutachten überzeugen lassen und vor OVG-Entscheidung die Bagger anrollen lassen. Diesbezüglich laufen aktuell Verhandlungen mit der Geschäftsstelle von McDonalds in Düsseldorf und der Hauptstelle in München. „Ich würde mich sofort in einen Flieger setzen und nach München fliegen, wenn wir darüber verhandeln können“ sagte Lütkenhorst und bekräftigte damit sein ungebrochenes Interesse an einer zügigen Entscheidung. Letztendlich bleibt es jetzt abzuwarten, in wie weit sich McDonalds vom Gutachten des Bebauungsplans beeindrucken lässt. Ein Baustart vor OVG-Entscheidung hätte aber die Umwandlung zum Eilverfahren zur Folge, wober der Kläger entweder seine Klage zurückziehen könnte oder in wenigen Wochen eine Entscheidung zu erwarten wäre. McDonalds baut jährlich Restaurants in Deutschland und lässt sich in der Regel nicht auf Experimente ein.
Etwas Sorge bereitet jetzt jedoch das Vorhaben der Heidener, ebenfalls an der A 31 ein Gewerbegebiet bauen zu wollen. Dieses dürfte aber nach geltenden Planungsrecht normalerweise nicht realisierbar sein, da eine Bebauung dirkt an der A 31 eine zu große Entfernung zu Wohn- und Gewerbeflächen der Heidener sein würde.
Lembecker.de hofft auf einen erfolgreichen Abschluss der Lembecker und Rhader Projekte und dankt dem Bürgermeister nochmals für die Zeit zur Stellungnahme im Sachverhalt.

23.08.2005 – Bericht und Fotos: Lembecker.de / F.L.

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