Werbepartner

Grüne kämpfen gegen die K6n

Lembeck/Barkenberg. Die Grünen werden weiter gegen die Verlängerung des Wittenberger Dammes Richtung Lembeck kämpfen. Das versprach die Kreistagsfraktion den Anwohnern der K6n bei einem Ortstermin.

Etwa zwanzig Anlieger, zumeist Mitglieder der örtlichen Initiative K6nein, waren zu dem Treffen gekommen. “Letztlich waren wir uns einig: Diese Straßenplanung ist überflüssig und ein Ärgernis. Wir wollen diese K6n unter keinen Umständen”, erklärt Hans-Jürgen Reitmeyer für die Grünen.

Die Geschichte dieser Straßenplanung reicht weit zurück. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen wurde 1994 im Kreistag der Grundsatzbeschluss über die Verlängerung des Wittenberger Dammes gefasst. In diesem Jahr überraschte der Kreis mit der Bereitstellung von 105 000 E Planungskosten. Reitmeyer: “Erstaunlich daran fand ich, dass CDU und SPD das gemeinsam durchziehen.” Der Grüne Antrag, dieses Geld aus dem Etat zu streichen, fiel jedenfalls durch. Reitmeyer: “Das Geld wäre in der Bildung besser angelegt.”

Der Grüne plädiert nun dafür, den Grundsatzbeschluss von 1994 in Frage zu stellen: “Die Bevölkerungszahlen werden schrumpfen. Da ist es nach zehn Jahren wünschenswert, die Berichtigung dieser Planung zu überprüfen.” Ohne die Anbindung an Lembeck sei Barkenberg “eine riesige, Sackgasse uund eine schöne Wohnstadt”, so der Grüne.

Gewundert hat ihn bei dem Ortstermin außerdem, dass jenseits eines Erdwalls am Wittenberger Damm schon die Trasse der K6n zu erkennen ist. Stadtbaurat Frank Gläßner bestätigt, dass die Schneise “in grauer Vorzeit präpariert” wurde. Für die Befürworter der Straße womöglich ein Eigentor: Erst nachdem die Grasnarbe abgeräumt wurde, konnte sich die rare Sandbiene dort ansiedeln, die inzwischen Gegenstand komplizierter Gutachten wurde. Und die bemerkenswerte Biene – das sah Reitmeyer vor Ort – fühlt sich dort unverändert wohl. LuB.

29.05.2005 – Quelle: WAZ

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

error: Copyright © by Lembecker.de