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Das virtuelle Dorf zählt schon 138 000 Gäste

WAZ-Bericht vom 28./29.04.2005
Frank Langenhorst arbeitet täglich an seiner Seite www.lembecker.de im Internet. Viele Vereine aus dem Ortsteil sind hier vernetzt, täglich zählt die Seite etliche hundert Besucher. WAZ-Bild: Gerd Wallhorn

Lembeck. Den Tiermarkt (100 000 Besucher) hat Frank Langenhorst schon abgehängt: Auf seiner Internetseite www.lembecker.de besuchten bislang über 138 000 Gäste das (virtuelle) Dorf. Den Rekord verzeichnete er vor ein paar Wochen mit 642 Gästen an einem Tag.

Wie stark die im Sommer 2001 als lembeck-aktuell gestartete Seite genutzt und beachtet wird, zeigt diese Anekdote: Langenhorst (38) erlaubte sich im Dezember 2002 einen Jux und dichtete, im Brauhaus Lembeck eröffne der „Swingerclub Laurentia“. Das Gerücht machte ruckzuck die Runde, bald wollten Lembecker „aus erster Hand“ mehr wissen und sogar die Investoren persönlich kennen. Der Autor lacht sich heute noch ins Fäustchen über seinen Scherz.

Der zotige Zweifelsfall blieb Einzelfall. Ihr Ansehen verdankt die Netzseite vielmehr präzisen und umfangreichen Informationen. Trickreich hat Langenhorst alle auffindbaren Akteure im Dorf auf seiner Seite vernetzt: Von der LIG über Kirche und Kolping bis zu E-Mail-Adressen und Webseiten von Privat-Personen. Stark genutzt wird der Chatroom, in dem sich täglich bis zu 75 Besucher über Lembeck und die Welt austauschen.

Jeden Tag arbeitet Langenhorst ein bis eineinhalb Stunden an seiner Seite: „Da muss sich was tun“, sagt er. „Man muss Inhalte schaffen.“ Es gibt Nachrichten, Termine, Kleinanzeigen. Und in diesen Tagen natürlich jede Menge Infos zum Tiermarkt, die auch per WAP aufs Handy geladen werden können. Kürzlich hat Langenhorst seine Seite außerdem zum Klingen gebracht: Musikalisch tätige Vereine und Privatleute können Klang-Kostproben auf lembecker.de als Datei hinterlegen.

Zum Tiermarkt bietet er einen besonderen Service, sozusagen „Tiermarkt live“: Im Halbstundentakt will Langenhorst aktuelle Bilder vom Treiben im Ort präsentieren.

Mit Diskussions-Möglichkeiten und Umfragen zu aktuellen Themen (Avia und Mc Donald´s, Aldi und Honsel) gibt Langenhorst außerdem der lokalen Politik Raum.

Über eine Hobby-Seite ist der Lembecker Netz-Auftritt längst hinausgewachsen. „Mittlerweile programmiere ich selber“, erzählt Langenhorst. Dank Werbeeinträgen bleibt sogar etwas Geld hängen. Dafür ist der Zeiteinsatz des Kundendienstmonteurs bei Bügers für sein Nebengeschäft Unterhaltungselektronik und Webdesign enorm: „Bis 23 Uhr sitzte ich jeden Abend ernsthaft am Rechner,“ erzählt Langenhorst, der neben Lembeck noch einige weitere Seiten betreut.

Gerade hat lembecker.de Nachwuchs bekommen: Mit www.wulfen-aktuell.de bietet Langenhorst neuerdings eine Plattform für die Nachbargemeinde inklusive Deuten an.

Fertig sind solche Seiten nie. „Die Ideen gehen mir noch nicht aus“, sagt Frank Langenhorst. Er will lembecker.de noch stärker mit anderen heimischen Seiten verbinden, durch Links etwa zu seinem Chat-Room oder zum Kleinanzeigenmarkt. Langehorst: „Es wird nicht langweilig.“

28.04.2005 – Quelle: WAZ (LuB.)

Da sag ich der WAZ mal vielen Dank für den netten Beitrag! (F.L.)

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