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Ganztagsbetrieb für sechs Grundschulen

Dorsten / Lembeck. Der Ganztagsbetrieb an den Grundschulen beherrschte die Sitzung des Jugendhilfe-Ausschusses am Donnerstag: Sechs Schulen starten nach den Sommerferien mit neuen Gruppen; für den Anbau an der Urbanusschule gibt es konkrete Pläne; bei den Elternbeiträgen muss nachgebessert werden; und: wenn in den Ortsteilen die Jugendhilfe nach Wulfener Modell an Träger vergeben wird, sollen diese mit den Schulen kooperieren.

Zehn neue Gruppen der Offenen Ganztags-Grundschule (kurz: OGGS) sind bis 2007 beantragt, sechs Schulen wollen in diesem Jahr nach den Sommerferien starten:

Grüne Schule Barkenberg: Die Schule will die Über-Mittag-Betreuung weiter entwickeln. Räume sind vorhanden, müssen aber ausgebaut werden. Bei Bedarf könnte zum Schuljahr 2006/07 eine zweite Gruppe eingerichtet werden.

Johannesschule Feldmark: 65 Kinder werde hier schon über Mittag betreut, deshalb sollen dieses und nächstes Jahr je eine Gruppe eingerichtet werden. Während Hort und große altersgemischte Gruppen zunächst bestehen bleiben, sollen weitere Betreuungsangebote in die OGGS überführt werden.

Pestalozzischule Hardt: Schon jetzt werden Kinder bis 15 Uhr betreut. Für den Ganztagsbetrieb könnte das Dachgeschoss genutzt werden.

Augustaschule Hervest: Der Bedarf für Nachmittagsbetreuung ist groß und übersteigt das Angebot der nahen KiTa Joachimstraße. Die Schule will ein Anmeldeverfahren starten und danach über den Start einer OGGS entscheiden.

Agathaschule Altstadt: Die erste OGGS-Gruppe, im Sommer 2004 eingerichtet, ist mit 30 Kindern überfüllt, es gibt eine Warteliste für eine zweite Gruppe. Stadt und Schule wollen nun klären, wie diese baulich umgesetzt werden kann.

Don-Bosco-Schule Lembeck: Die Schule will Eltern um Anmeldungen bitten, um den Bedarf für 2005/06 zu klären.

Fünf Schulen bieten bereits OGGS-Betrieb: Die Wilhelm-Lehmbruck-Schule Östrich startete im Sommer 2003, ein Jahr später folgte je eine Gruppe an Agatha- (Altstadt), Antonius- und Bonifatius-Schule (beide Holsterhausen). Und:

Die Urbanusschule Rhade wurde im Januar 2005 zur OGGS. Die Rhader Gruppe ist zunächst in einem Container-Raum untergebracht und soll jetzt einen Anbau an der Turnhalle erhalten. Mit der Fertigstellung rechnet die Stadt in den Herbstferien. Zunächst sollte das Dach für 220 000 E ausgebaut werden. Der Anbau wird mit 155 000 E günstiger. Dass die Kinder auf dem Weg dorthin eine Straße überqueren müssen, halten Stadt und Schule für unproblematisch.

Es ist erst anderthalb Jahre her, dass die „Pilotschule“ Wilhelm Lehmbruck mit dem damals zwischen CDU und SPD ideologisch umstrittenen Ganztagsbetrieb startete. Mit den neuen Anträgen zur Einrichtung von OGGS-Gruppen wird der Ganztagsbetrieb sich bis 2007 in Dorsten ausbreiten; die Stadt hat knapp 1,5 Mio E Zuschüsse beantragt.

„Bisherige Erfahrungen belegen den Bedarf nach Ganztagsangeboten“, bilanziert nun Bürgermeister Lambert Lütkenhorst (CDU) in einem Bericht für den Ausschuss. Und: „In konsequenter Folge der eingeschlagenen Richtung kann bis 2007 ein flächendeckendes Angebot an Bereuungsplätzen errichtet werden.“ SPD-Sprecher Gerd Elpers am Donnerstag dazu: „Wir freuen uns, endlich so einen Bericht zu bekommen.“

08.04.2005 – Quelle: WAZ (Ludger Böhne)

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