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Querolantenkrieg: Jetzt Klage gegen McDonald`s und Avia

Lembeck – Wäre es technisch möglich, die Erddrehung per Widerspruch gerichtlich zu stoppen, hätten wir vermutlich schon Dauernacht oder Tag.
Nachdem kürzlich das Oberverwaltungsgericht (OVG) das Nahversorgungszentrum mit Aldi und Honsel in Rhade gestoppt hat, gerät jetzt auch das Bauvorhaben von McDonalds und Avia im Endelner Feld in die bürokratische Schraubzwinge unserer „deutschen Gesetzgebung“.
Ein Lembecker Anwohner der Lembecker Straße hat als Nachbar des Gewerbegebietes Ende letzter Woche Klage gegen die Baugenehmigung für die Avia-Tankstelle, die McDonald`s-Filiale sowie den geplanten 60-Meter-Werbepylon eingereicht.
Nachdem die Widersprüche vom Kreis erwartungsgemäß abgeschmettert wurden, überrascht diese Klage nicht unbedingt. Der Gesetzgeber markiert nun mal die Möglichkeiten, in denen die Steine der Gegner Platz finden.
Auch spielt es hier scheinbar keine Rolle, dass die Bauvorhaben im Endelner Feld nebst Nahversorgung an der Erler Straße rund 120 Arbeitsplätze zu bieten hätten.
10 Millionen Euro werden bis jetzt auf Eis gelegt, weil die Wirtschaft sich, wie so oft den Möglichkeiten der Gegner beugen muss.
Auch im Endelner Feld wurde ein Gutachten des Staatlichen Umweltamtes mit der Feststellung durchgeführt, dass es zwar Beeinträchtigungen geben könnte, jedoch die Lärmbelästigung für das angrenzende Wohngebiet im gesetzlich vertretbaren Rahmen bleibt. Zudem hatte auch McDonald`s ein Gutachten in Auftrag gegeben, mit dem Ergebnis dass die Lärmgrenze im nächtlichen Betrieb weit unterschritten würde.
Weil die Klagen nach Auffassung von Dezernent Gerhard Baumeister keine aufschiebende Wirkung haben, liegt es nun im Ermessen der beiden Investoren, ob sie mit dem Bau beginnen. Dass sie abspringen, glaubt der Dezernent nicht.
Für die nächste Woche ist ein Erörterungstermin mit der Stadt anberaumt. Baumeister wollte nicht ausschließen, dass anschließend die Bagger zum Baustart anrollen. Was wiederum wahrscheinlich zur Folge hätte, dass auch noch ein Eilverfahren angestrengt würde. Ein Baustopp könnte zwar die Folge sein, aber dann wäre nach Aussage Baumeisters das Gericht gezwungen, zügig zu entscheiden.
Die Entscheidung im Laufe eines „normalen Verfahrens“ würde ca. 2 Jahre dauern.
Die überwältigende Mehrheit der Lembecker und Rhader Bürger hoffen weiterhin auf einen Fortschritt ohne Widerstand.
Nicht zuletzt sei die Wirtschaftsförderung Win-Dor und die Stadt Dorsten zu nennen, die sich trotz niederschmetternder Querolantenangriffe noch nicht entmutigen lassen.

Wie gut passt hier der Werbeslogan des McDonald`s-Schildes:
„Das wird ja immer leckerer! (- Demnächst hier:…)“

Lembecker.de wird am Ball bleiben…

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