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„Trilogy“ endlich wieder live

Dorsten/Lembeck – Für Dorstener Rockfans der alten Schule dürfte es die Konzert-Sensation des Jahres sein: Am 22. April gibt es wieder ein Konzert von „Trilogy“.

trilogyDamit schließt sich ein Kreis wieder, der im Oktober 1982 unwiederbringlich auseinander gerissen schien. Damals verunglückte im Oktober der Bassist Ludger Samson, dessen Hand fast ein Jahr gelähmt blieb. „Außerdem stand bei allen eine Zeit der Veränderung an“, so Keyboarder Jochen Kirstein: „Wenn man die Ausbildung beendet hat und im Beruf steht, kann man die Musik nebenher nur noch als Hobby betreiben. Und dafür haben wir uns viel zu ernsthaft damit beschäftigt.“

Lieber Aufhören als halbherzig weitermachen, das war damals der Tenor in der Gruppe. Zuvor hatte man beachtliche Erfolge erzielt: Nachdem man den Vest-Rock-Wettbewerb gewonnen hatte, war die Band gut gebucht und konnte sogar einen Plattenvertrag einheimsen. Die Scheibe „Here it is“ (1979 aufgenommen) verkaufte sich in Deutschland immerhin 3000 Mal. Nichts im Vergleich zu Japan, wo die Platte 15000 mit dem progressiven Syntheziser-Rock-Sound mal über die Ladentheke wanderte.

Zwischendurch nahm die Band zwar noch CDs auf, Live-Konzerte gab es jedoch nie wieder. Bis Treffpunkt-Leiter Christian Joswig die vier Musiker mit dem Angebot köderte, als Vorgruppe der Band „Lake“ zu spielen: „Erstklassige Leute“ schwärmt Ludger Samson, der seine Plattensammlung erstmal wieder nach Lake-Platten durchstöberte.

Proben

Eifrig mit dem Proben beschäftigt sind die Musiker von Trilogy schon jetzt: Zuviel verraten werden soll zwar noch nicht, aber Jochen Kirstein kündigte schon an, dass man nicht nur auf den Pfaden der Nostalgie wandeln werde.

Was die Instrumente betrifft, so hat eigentlich nur Bassist Ludger Samson seine Ausrüstung behalten. „Ich habe alles im Laufe der Zeit ersetzt“, so Keyboarder Kirstein über seine Synthesizer-Sammlung, die heutzutage zigtausende von Euro wert wäre. „Minimoog“, „B 3“ und „Prohet 10“ würden Sammler heute in Verzückung treiben, damals trieben sie Kirstein zur Verzweiflung: „Immer musste man die stimmen, das war fürchterlich unpraktisch.“ Keine Sekunde bereut er den Verkauf: „Ich bin nicht nostalgisch.“ Samson: „Equipment gibt es heute im Vergleich zu früher für´n Appel und ´n Ei.“ – ber

In der übernächsten Woche wird der Kartenvorverkauf beginnen. Zum Preis von 9,50 Euro gibt es die Karten im Popshop und im Treffpunkt Altstadt. An der Abendkasse wird der Eintritt 12 Euro kosten.
Weitere Infos: www.treffpunkt-altstadt.de

06. Februar 2005 | Quelle: Dorstener Zeitung

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