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Hubert Loick expandiert in Teterow

Lembeck. Die Firmengruppe von Hubert Loick hat den Sitz der VNR GmbH für nachwachsende Rohstoffe nach Teterow in Mecklenburg-Vorpommern verlagert. Derweil stehen hinter den Plänen des Lembeckers für sein Grundstück im interkommunalen Industriepark Dorsten / Marl noch große Fragezeichen.

strategische Gründe nennt Hubert Loick für die Verlagerung seiner VNR GmbH nach Teterow in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Verlagerung der VNR, die biologisch abbaubare Verpackungen und Produkte wie Besteck und Becher aus Maisstärke herstellt, habe “rein strategische Gründe”, sagt der Lembecker. Aus Gründen der Vereinfachung mache es Sinn, neben Produktion und Entwicklung auch den Firmensitz nach Mecklenburg zu verlegen. Auf die rund 50 Arbeitsplätze am Stammsitz in Lembeck habe die Verlegung keine Auswirkungen. Dort bleibt die Sparte Bioenergie angesiedelt. Herzstück ist eine hochmoderne Anlage, in der aus Gülle Biogas gewonnen wird. Europas größte Anlage dieser Art mit 2,4 Megawatt weihte Loick 2002 in Teterow ein.

Über Planung, Bau und Betreuung von derartigen Anlagen will die Loick-Gruppe auch in diesem Jahr weiter kräftig wachsen. “Wir bauen in diesem Jahr sechs neue Anlagen in NRW, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern”, kündigt der 42-Jährige gegenüber der WAZ an. Ziel ist es, den Umsatz von 2004 (rund sechs Millionen Euro) zu verdoppeln, berichtet der “Wirtschaftsspiegel” der IHK. Nach 300 000 Tonnen im vergangenen Jahr soll 2005 eine Million Tonnen Biomasse bewegt werden.

Eine weitere Biogas-Anlage würde Hubert Loick gern im Interkommunalen Indus-triepark bauen. Planungen für das Projekt, zu dem auch ein Holzvergaser und ein Schulungszentrum gehören sollen, kommen allerdings bisher nicht voran.

Dort erwartet die Projektgesellschaft verläßliche Aussagen über die geplanten Anlagen und belastbare Einschätzungen bezüglich der Folgen für potenzielle Nachbarn. Grundsätzlich eignet sich der Indu-Park zwar für ein solches Projekt, die Verwertung von Gülle werde allerdings angesichts der Gerüche, die auch von modernen Anlagen ausgehen, die Vermarktungschancen für die Nachbargrundstücke beeinträchtigen, so die Befürchtung.

“Wir blockieren die Pläne nicht”, betont Klaus Langenberg, Geschäftsführer der Projektgesellschaft. Da die Biogas-Anlage “das einzig Konkrete” der bisher vorgestellten Planung sei, erwarte man präzisere Aussagen des staatlichen Umweltamtes in Herten bezüglich von Abständen zu benachbarten Gebäuden.

Daher – und das liegt wohl auch im Interesse aller Beteiligten – wird Hubert Loick zunächst wohl an anderer Stelle expandieren und die Entwicklung im Industrie-Park abwarten. Wenn klar ist, was in der Nachbarschaft seiner Flächen passiert, kann der Lembecker seine Pläne entsprechend abstimmen.

Und findet außerdem möglicherweise auch Abnehmer für die Energie, die er aus Rohstoffen produziert.

05.01.2005 – Quelle: WAZ (Martin Ahlers)

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