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Infoabend oder Protestveranstaltung?

Hoch her ging es gestern Abend in der Gaststätte Hülsdünker zum Thema 24-Stunden-Tankstelle „Avia“ und dem bis 3.00 Uhr täglich öffnenden Schnellrestaurant „Mc Donalds“ im Gewerbegebiet Endelner Feld.
30 Zuhörer und Redner kamen der Einladung von Handzetteln nach, die u.a. bei näheren Anwohnen verteilt wurden (Lembecker.de berichtete).
Bekannteste Zuhörerin war die ehemalige Bürgermeisterkandidatin und SPD-Politikerin Gudrun Kühn.
Im Nebenraum der Gaststätte Hülsdünker, der für die Größe der Veranstaltung passend war, waren Pläne der Avia- und McDonalds-Bebauung ausgehängt, die vom Referenten und Mit-Organisator der Protestbewegung Bernd Oendorf kommentiert wurden.
„Ein Haus wurde geplant und eine Disco wird gebaut“ argumentierte Oendorf mit weiteren Bedenken zum kommenden 60-Meter-Werbepylon.
Anwohner vom Hünengrab sahen eine Belästigung von 100, dann doch 50 (geschätzten) LKWs, die lärmend dort über Nacht parken könnten.
Ein Blick auf die Bebauungspläne verriet jedoch, dass kein einziger LKW-Stellplatz geplant wurde.
Martin Risthaus als Betreiber des Europa-Garten bekam seine Einladung zur Veranstaltung nur über Umwege und erklärte als Befürworter des Projektes, dass die Planungen in aktueller Form (Bebauungsplan 136) dieses von Anfang an hergaben. „Man hätte viel früher und vernünftiger gegen das Projekt argumentieren sollen“ merkte er an und berief sich damit auf den aktuellen Widerspruch der Bürgerinitiative zur Aussetzung der Genehmigung vom 27.12.2004. Auch anwesende Politiker regten dazu an, Widersprüche mit nachvollziehbaren Argumenten rechtzeitig zu stellen um überhaupt Aufmerksamkeit zu bekommen.
Viele Nachbarn diskutierten lautstark über das von ihnen nicht gewollte Projekt, während der ehemalige Rhader Michael Klein-Espel eine grundlegende Frage stellte: „Ist dieses eine Informationsveranstaltung wie angekündigt oder eine Protestbewegung Kontra Mc Donalds?“.
Eine weitere Anfrage eines Anwohners, warum Aldi dort nicht geplant wurde konnte von Gudrun Kühn beantwortet werden „Diese Form von Einzelhandel kann nicht in das besagte Gewerbegebiet integriert werden“.
Weil der Nebenraum der Gaststätte für eine weitere Gruppe gebucht war, beendete Oendorf gegen 20.05 Uhr dann den offiziellen Teil der Veranstaltung und bat die Planungsgegner um ein anschließendes Gespräch im vorderen Teil der Gaststätte.

31.12.2004 – Lembecker.de / F. Langenhorst

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