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ZIGL-Einweihung mit lebhafter Teilnahme

Lembeck. Dachausbaueinweihung und Schulfest der Don-Bosco-Grundschule Lembeck lockte viele Kinder, Eltern, Helfer und Sponsoren in die Turnhalle und Räumen der Grundschule.

dbs_12“Es gab Momente, da dachten wir, ZIGL wäre gestorben. Es war ein steiniger Weg”, bestätigten Ursula Küsters und Thomas Knoche. Alle Anstrengungen haben sich aber gelohnt; das Projekt ist endlich abgeschlossen und die neuen Klassenräume werden seit den Sommerferien fleißg genutzt.

Rückblende: Ende 2002 hatten Eltern, Lehrer, Freunde der Grundschule mit gut 270 Kindern in zwölf Klassen genug von dem ebenso hartnäckigen wie lästigen Provisorium. Seit 14 Jahren war die Aula in zwei Klassenräume unterteilt. “Als die Schule gebaut wurde, gingen die Fachleute davon aus, dass die Kinderzahl in Lembeck sinken würde. Aber sie ging nicht zurück.” Die Stadt wollte die Aula schon dauerhaft zu zwei Klassenzimmern umbauen. “Mit dem Geld dafür können wir mehr schaffen”, glaubte Architektin Sigrid Meyer. Und half mit, die “Zukunfts-Investition Grundschule Lembeck” – kurz ZIGL – auf die Beine zu stellen. 80 000 € waren für den Dachausbau zu zwei Klassenräumen kalkuliert, die eine Hälfte davon wollte ZIGL in Geld, die andere in Muskelkraft aufbringen.

Im Februar rollte die “Welle der Sympathie” an. Schnell waren 20 000 € auf dem Konto; Firmen und Vereine unterstützten das Projekt mit Aktionen, Geld- und Materialspenden. Eine Kunstspende von den berühmten Künstlern Christo und Jean-Claude brachte 11 000 € (die beiden gratulierten nun auch zur Fertigstellung), so dass im Juli ´2003 der Umbau beginnen konnte.

Gefeiert wurde nun, dass das Projekt alle Hürden genommen hat und ein Bauwert von gut 160 000 € geschaffen werden konnte. Dank 40 000 € Geld- und 20 000 € Sachspenden, 1300 Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Das Resultat sind zwei helle, freundliche Klassenzimmer unter dem Dach, schon bezogen von zwei dritten Klassen.

dbs_01Nebeneffekt: Die Schule kann ihre Aula behalten, hat nun außerdem Raum für Motopädie, Englisch-Unterricht und Über-Mittag-Betreuung.

“Wir haben wirklich geglaubt, dass es gelingt”, sagt Ulla Küsters. “Aber wir mussten viele Hürden nehmen. Toll war, dass wir immer wieder Leute gefunden haben, die uns weiter helfen konnten.”

Der Rhader Künstler Udo Sewz war bis zur Einweihung noch damit beschäftigt, die Namen aller Sponsoren und Helfer auf einer Wand der Schule zu verewigen. Ein kleines Glanzstück der ZIGL-Feier am Samstag war die Fertigstellung eines mannshohen Mosaiks mit Schulpatron Don Bosco, dass Sewz mit den Schülern in einer Arbeitsgemeinschaft geschaffen hat. Die letzten Steine wurden am Samstag darin eingesetzt.

“Schule ist mehr” sang der Schulchor zur Begrüßung in der Sporthalle vor Lehrerkollegium, Eltern, Zigl-Team und weiteren Gästen. Ein ganz wichtiger Schritt sei geschafft, betonte Rektorin Johanna Walt. “Das Projektziel ist voll und ganz erreicht”, freute sie sich zusammen mit den 260 Jungen und Mädchen aller Klassen eins bis vier, die den Gästen ein ebenso pfiffiges wie gelungenes Fest-Programm boten.

So zeigte die Orff-AG, die einen der neuen Dachgeschoss-Räume fürs Proben nutzt, mit einem Instrumentalstück ihr Können. Und die Kleinsten, die Erstklässler, fragten: “Wer will fleißige Handwerker sehn?” Einen dicken Applaus gab´s für den Auftritt der jungen Maurer, Anstreicher, Fensterbauer und Klempner.

dbs_04Rektorin Walt begrüßte anschließend die vielen fleißigen Helfer des Zigl-Projekts, darunter auch Architektin Sigrid Meyer, die zu Beginn der anspruchsvollen Aktion den entscheidenden Satz sagte: “Das schaffen wir schon.” Im Februar vorigen Jahres startete das Projekt, insgesamt rund 80 000 E stecken jetzt darin. Und spätestens am Samstag bekam Meyer Recht. Ihren besonderen Dank richtete Walt an die vielen Sponsoren.

Nach einem lustigen Becher-Rap und dem Handpuppensong überreichten vier Kinder Bürgermeister Lambert Lütkenhorst einen symbolischen Schlüssel aus Marzipan, den dieser flugs der Cafeteria des nachmittäglichen Schulfestes stiftete. “In Lembeck ist alles anders”, meinte Lütkenhorst. Denn: “Die Lembecker haben das geschafft”, stellte er neidlos mit Blick auf das abgeschlossene Projekt fest. Ebenso angetan wie überrascht war er vom Programm, über das die Kinder vorher eisern Stillschweigen wahrten.
Lembeck stellte er als hartnäckigen Kern des nördlichen Bereichs der Stadt Dorsten da, was ihn nicht zuletzt in der Bezeichnung des Gewerbegebietes “Endelner Feld” und des “Kreisverkehrs Lembeck” ins Bewusstsein getragen wurde.

Anschließend folgte die Einweihung und Segnung der neuen Räume durch die beiden Geistlichen Pastor Voss von St. Laurentius und seinen evangelischen Amtskollegen Pfarrer Münker. Da nicht alle Festgäste aus der Turnhalle dabei sein konnten, begleitete eine Abordnung um Walt und Lütkenhorst die beiden Seelsorger in die neuen Räume, die zu dieser Zeit mit Kamera gefilmt wurden und per Videoleinwand in der Turnhalle gezeigt wurden.

dbs_02Nach dem offiziellen Part stand das große und bunte Schulfest auf dem Programm: Die Kinder zeigten in der Turnhalle nochmals ihre intensiv geprobten Beiträge aus der Einweihungsfeier, ein Zauberer verblüffte groß und klein und das Figurentheater der Kleinen Bühne Reken unterhielt kurzweilig.

13.11.2004 / Fotos: Lembecker.de / F.L.

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