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Lembecker als “Zivi” auf Sri Lanka

Lembeck – Henning Schulte-Huxel hätte es sich einfach machen können. Hilfsbedürftige Menschen gibt es ja auch hier zu viele.

Der 19-Jährige hält es nämlich für “sinnvoll, sich sozial zu engagieren”. Aber seinen Zivildienst wollte er “wegen der persönlichen Erfahrung” unbedingt im Ausland absolvieren, auch wenn er zwei Monate länger als gewöhnlich dauert. Ghana, Tansania, Ecuador, Brasilien – dort hätte der junge Lembecker landen können. Doch das Bistum Münster gab ihm unter gut 30 Bewerbern für 17 Zivi-Stellen die einzige auf Sri Lanka. “Eine Herausforderung”, weiß Henning Schulte-Huxel, “aber ich freue mich darauf.”

Am 10. August fliegt er zum Inselstaat vor der Südspitze Indiens, der für seinen Tee gerühmt wird. Doch für die Annehmlichkeiten im einstigen Ceylon wird der Abiturient vorwiegend während seines sechswöchigen Urlaubs Zeit haben. “Ich arbeite in einem von Mönchen geführten Kloster und Internat, das vom Verein Don-Bosco-Silvana in Olfen unterstützt wird. Dort wird versucht, vor allem Jungen eine vernünftige Ausbildung zu geben, damit sie nicht auf den Strich gehen müssen.” Nach sechs Monaten muss Henning Schulte-Huxel die Stadt Negombo, 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt Colombo, für einige Wochen Richtung Indien verlassen, weil es für Sri Lanka ein Visum für maximal sechs Monate gibt. “Da helfe ich dann auch in einem Kinderheim.”

Freundin und Mutter haben bereits angekündigt, ihn während seines Zivildienstes zu besuchen. Ansonsten wird der Kontakt mit der Heimat wohl vorwiegend via e-Mail erfolgen. Was er dann im Sommer nächsten Jahres macht, weiß Henning Schulte-Huxel noch nicht. Seine Auslandserfahrungen werden ihm beim Studium und der späteren Berufswahl womöglich hilfreich sein. Und da hat der Lembecker dann nicht nur den Aufenthalt in Sri Lanka, sondern auch schon das Schüler-Austauschjahr in Mexiko vorzuweisen.dieb

14. Juli 2004 | Quelle: Dorstener Zeitung

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