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Neuer ev. Pfarrer Bernd Münker im Amt

„Da ist er also, euer richtig eigener Pfarrer. Behandelt ihn pfleglich, dann bleibt er euch lange erhalten.“

Die Erleichterung über das gute Ende eines langen Tauziehens und die Anstellung von Bernd Münker war nicht nur seinen beiden Vorgängern anzumerken. „Dies ist ein Freundentag“, sang der ökumenische Frauenchor am Sonntag im Carola-Martius-Haus zur offiziellen Einführung des 38-jährigen Bernd Münker als Pfarrer für die evangelischen Gemeinden Lembeck und Rhade. Und damit erlebte der verheiratete Siegerländer und Vater von drei Kindern schon einen wichtigen Bestandteil seiner neuen Gemeindearbeit: die Ökumene. Münker ist nun neben Thomas Deppermann und Matthias Overrath der dritte Pfarrer der im vergangenen Jahr neu strukturierten Kirchengemeinde Holsterhausen.

Ein Handwerker

Freude, ja Euphorie klang aus den dutzenden offiziellen Glückwünschen der Gruppen der Gemeinden, der lokalen Vereine, der katholischen Nachbarn, der Schulen und des Kirchenkreises heraus. Man sei froh über die neu gewonnene Perspektive, freue sich auf die Zusammenarbeit und verband Hoffnungen mit Münkers Anstellung. Pfarrer Deppermann sprach gar vom „Wunder von Lembeck und Rhade“ auf das man lange hingearbeitet habe. „Ich danke ihnen für ihre Glückwünsche und ihre Hoffnungen“, entgegnete der sichtlich gerührte Bernd Münker, „aber ich bin kein Wunder-Mann. Jesus hat mich als Handwerker angestellt, der auch reden darf.“ Dazu war bislang noch nicht viel Gelegenheit, doch nach überstandenem Bänderriss aus einem Pfarrer-Turnier schwingt sich der aktive Hobbyfußballer („nicht gut, aber mit Leidenschaft“) gerne aufs Fahrrad, um die Umgebung zu erkunden: „Vielleicht sollte ich ganz aufs Radfahren umsteigen“, grinst Münker.

Erst nach einer Banklehre fand Münker zu einer intensiven Beziehung zu Gott. Und weil er seinen Glauben nicht auf den sonntäglichen Kirchgang beschränken wollte, studierte er Theologie in Siegen, Erlangen und Marburg: „Glauben ohne Leben tut ein bisschen weh“, sagt er und freut sich auf ein buntes Leben in dem man die „Weite des Glaubens“ erfährt, „dazu will ich meinen Beitrag leisten.“

Überraschungsgäste

Bis zu seiner Ordination im Jahr 2001 wirkte Bernd Münker als Seelsorger in der Ev. Karmelmission Schorndorf in Württemberg, als Vikar in Burbach (Siegerland) und als Pfarrer im Entsendungsdienst in Wilnsdorf. Von dort waren am Sonntag ehemalige Gemeindemitglieder nach Rhade

gekommen, um ihm den Übergang zu „erleichtern“. Doch sie waren nicht die einzigen Überraschungsgäste: Pfarrer Rainer Bergmann von der ev. Gemeinde Gemen erinnerte mit seinen Glückwünschen an die „hoffentlich weiterhin gute Zusammenarbeit“ mit dem nördlich angrenzenden Kirchenkreis.

Sowohl für den Blick nach Norden, als auch für einen Blick zurück ins Siegerland und vor allem für den Fall, „dass sie in Lembeck arbeiten und Rhade nicht aus dem Blick lassen wollen und umgekehrt“, bekam Münker u.a. ein Fernglas geschenkt. KGö

Quelle: Ruhr Nachrichten – 03. 11. 2003

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