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HF-Verstärker auf Siegeszug

Sein selbst gebauter HF-Verstärker brachte Sven Mecking den Landessieg.

Der Fachmann staunt, der Laie wundert sich: Da liegen viele kleine Teilchen, die so auf eine Platine montiert werden müssen, dass sie Signale verstärken können. Der Lembecker Sven Mecking (21)schaffte es. Im praktischen Teil seiner Gesellenprüfung zum Radio- und Fernsehtechniker baute der Auszubildende des Dorstener Kommunikationstechnik-Meisterbetriebes Nattler Transistoren, Kondensatoren, Widerstände, Integrierte Schaltkreise und andere Teilchen zu einem funktionsfähigen Hochfrequenz-Verstärker zusammen, dass das verstärkte Signal schließlich auch die Jury überzeugte: Saubere Arbeit, ordentlicher Schaltplan und funktionieren tut es auch.

Nach der Belobigung von der Informationstechniker-Innung in Recklinghausen räumte der HF-Verstärker à la Mecking als nächstes vor der Handwerkskammer in Münster den Kammersieg der Handwerksjugend ab. Dann heimste der Lembecker beim Praktischen Leistungswettberb der Handwerksjugend auf NRW Ebene den Titel des Landessiegers ein und qualifizierte sich damit für die Teilnahme am Bundeswettbewerb.

“Sven ist unser Bester”, freut sich auch Meister Bernd Nattler über den Erfolg. Seit rund 20 Jahren lehrt er Auszubildende die Kunst der Kommunikationstechnik und weiß dabei um den Vorteil von Kleinbetrieben: “In größeren Unternehmen sind die Auszubildenden oft im Außendienst eingesetzt.”

Sven hatte dagegen die Chance, sich am defekten Objekt zu üben. Videorecorder und Radiogeräte reparieren – das trainiert, doch Svens eigentliche Vorliebe gilt der Installation, Programmierung und Wartung von Telefonanlagen. Wenn er mal nicht an technischen Geräten fummelt, fummelt er den Ball über den Fußballplatz – als Defensivspieler der 1. Mannschaft des SV Lembeck.

Wie soll´s beruflich weitergehen” “Erst einmal werde ich meinen Zivildienst bei der Diakonie beenden”, erklärt der 21-Jährige. Danach winkt die Meisterschule. Schließlich will die finanzielle Förderung der Handwerkskammer Münster – drei Jahre lang jeweils 1800 Euro – gut angelegt werden.sing

Quelle: Ruhr Nachrichten – 31. 10. 2003

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